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Start Aus den Feuerwehren Ausbildung Unterabschnittsübung in Wulzeshofen

Unterabschnittsübung in Wulzeshofen

N/Am Abend des 06.10.2011 fand eine Unterabschnittsübung des UA Laa/Thaya in Wulzeshofen statt. An dieser Übung nahmen rund 50 Mitglieder der Feuerwehren Wulzeshofen, Hanfthal, Ungerndorf, Kottingneusiedl und Laa teil: Ein Schweinestall steht in Brand. Der Besitzer hat bereits versucht, die Schweine aus dem Stall zu bringen. Es gelang ihm jedoch nicht, alle Tiere zu retten (2 verletzet Tiere befinden sich noch im Stall).  Während der Rettungsaktion seitens des Bauerns fiel ein weiteres Schwein in die Jauchegrube. Somit gliederte sich die Übung in 2 Einsatzabschnitte. Einerseits muss der Brand gelöscht werden und die Tiere aus dem Stall gerettet werden. Andererseits muss das Schwein aus der Jauchegrube befreit werden.


Aufgabenverteilung
Die Einsatzleitung übernahm die Feuerwehr Wulzeshofen. Außerdem wurde ein Atemschutzsammelplatz von den Kameraden aus Wulzeshofen eingerichtet. Die Feuerwehr Hanfthal stellte die Wasserversorgung mit ihrer TS und einer B-Leitung her. Die Feuerwehr Ungerndorf und die Feuerwehr Kottingneusiedl verhinderten mit einem Löscheinsatz das Übergreifen auf das benachbarte Wohngebäude und einen Holzstadel. Außerdem stellte die Feuerwehr Kottingneusiedl einen Atemschutztrupp. Die Feuerwehr Laa stellte 2 Atemschutztrupps, stellte eine umfangreiche Beleuchtung her, sorgte für die Be- und Entlüftung des Stalles und führte die Tierrettung aus der Jauchegrube durch. Im Einsatz war die Feuerwehr Laa mit TLFA 4000, RLFA 2000 und TB 23-12.

Einsatzabschnitt 1 - Brand des Schweinestalls
Der Atemschutztrupp des TLFA 4000 begann mit der Brandbekämpfung mittels Innenangriff. Beim Innenangriff hatte der Trupp vor allem mit der engen und verwinkelten Bauweise zu kämpfen. Der Schlauch blieb immer wieder hängen. Nachdem der Brand gelöscht wurde, konnte mit dem systematischen Absuchen der Stallung begonnen werden. Aufgrund der baulichen Einrichtungen gestaltete sich die Suche als schwieriger als zunächst angenommen. Es konnte jedoch ziemlich rasch eines der beiden vermissten "Schweine" gefunden werden. Die Schweine wurden durch mit Wasser gefüllten Ölfässern dargestellt, um das Gewicht eines Schweines zu simulieren. Das erste "Schwein" wurde dann vom Atemschutztrupp gerettet.

Mittlerweile war auch ein Atemschutztrupp des RLFA 2000 sowie ein Atemschutztrupp von Kottingneusiedl ausgerüstet. Diese begannen mit der weiteren Suche nach dem zweiten "Schwein". Dieses konnte vom Trupp des RLF gefunden und gerettet werden. Dieser Trupp begab sich dann noch einmal ins Brandobjekt. Hier "verletzte" sich ein Kamerad zu Übungszwecken. Sofort wurde der bereitstehende Sicherungstrupp aus Kottingneusiedl alarmiert und begab sich zur Rettung in das Gebäude. Mit vereinten Kräften wurde der Verletzte geborgen.

Einsatzabschnitt 2 - Tierrettung aus Jauchegrube
Am nördlichen Ende der Halle befindet sich eine Jauchegrube im Ausmass von ca. 10 x 10 m und einer Tiefe von ca. 5 m, welche mit ca. 1 m Regenwasser gefüllt ist. Durch ein Loch im Spaltboden fiel das Schwein in den Jauchegraben und in weiterer Folge in die Jauchegrube. Das RLFA 2000 und die TB 23-12 bekamen den Auftrag das Schwein aus der Jauchegrube zu retten. Das Schwein spielte ein zum Teil mit Wasser gefülltes Kunststofffass mit einem Gewicht von ca. 120 kg. Vom Korb des TB 23-12 wurde das "Schwein" mit dem Kettengehänge aus dem RLFA 2000 eingefangen und aus der Grube gehoben. Das gerettete "Schwein" wurde dem Besitzer übergeben und ein Veterinär verständigt. Vor der Rettung wurden die verschiedenen Möglichkeiten der Befestigung des "Schweines" überlegt und die Vor- und Nachteile abgewogen. Das Kettengehänge wurde in diesem Fall auf Grund des Kunststofffasses gewählt.

Übungsnachbesprechung
Nachdem alle Gerätschaften versorgt wurden, fand eine Übungsnachbesprechung im Feuerwehrhaus Wulzeshofen statt. Im Großen und Ganzen waren die Übungsverantwortlichen und Übungsbeobachter sehr zufrieden mit allen Kameraden. Kleinigkeiten wurde aufgezeigt, um diese im Ernstfall besser zu machen.

 

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