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Aus den Feuerwehren
Ausbildung
Flughelfer-Weiterbildungslehrgangin Grünau im Almtal
Flughelfer-Weiterbildungslehrgangin Grünau im Almtal
OÖ/Am Dienstag 05.10.2010 fand im Gemeindegebiet von Grünau der diesjährige Flughelfer-Weiterbildungslehrgang der Waldbrand- und Flughelferstützpunkte, sowie der oberösterreichischen Landesfeuerwehrschule statt.Übungsannahme war ein Waldbrand an der Ostflanke des Windhagkogels (1334 m), der vermutlich durch einen Wanderer, auf Grünauer Gemeindegebiet, ausgelöst wurde. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wird der Brand aus dem Tal entdeckt und die Feuerwehr Grünau alarmiert. Aufgrund des unwegsamen Geländes und der erschwerten Zugänglichkeit wurde eine Alarmierung der Waldbrandstützpunkte, Flughelferstützpunkte, Bergrettung und vier Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres (2x AB 212 aus Hörsching, 1x Alouette III aus Aigen/Ennstal und 1x Black Hawk aus Langenlebarn) zur Unterstützung der Waldbrandbekämpfung angefordert.
Treffpunkt sämtlicher Einsatzkräfte war um 07:00 Uhr im Feuerwehrhaus Scharnstein, wo die Einteilung des Übungspersonals und eine Übungsbesprechung stattfanden. Nach der Personaleinteilung und Übungsbesprechung fuhren die Übungsteilnehmer vom Feuerwehrhaus Scharnstein zum Übungsgebiet nach Grünau, um die einzelnen Stationen aufzubauen.
Als erster Bereich wurde die Einsatzleitung und Fliegerische Einsatzleitung aufgebaut, die als Hauptaufgabe die Gesamtkoordination der Übung und im Ernstfall die Gesamtkoordination des Einsatzes übernimmt. Die dazu notwendige Infrastruktur wurde in einer am Hubschrauber-Landeplatz angrenzende Garage aufgebaut. Als zweiten Bereich wurde die Kommando-Stelle „TAL“ errichtet, die sämtliche Flugbewegungen vom Tal zum Berg koordiniert. Die Kommando-Stelle „TAL“ ist auch das Bindeglied zwischen Einsatzleitung und Hubschrauberlandeplatz. Weitere Schwerpunkte sind die Koordination der Personen- und Materialflüge, die Befüllung der Flugbehälter, sowie die Sicherstellung des Brandschutzes. Pünktlich um ca. 09:00 Uhr trafen zwei Hubscharuber des Types Augusta Bell 212 aus Hörsching und eine S70 Black Hawk aus Langenlebarn ein. Mit etwas Verspätung aufgrund vorherrschenden Nebels in Aigen/Ennstal, gelangte auch das vierte Fluggerät vom Typ Alouette III nach Grünau im Almtal. Nach einer kurzen Lage- und Einsatzbesprechung mit den Besatzungen des Österreichischen Bundesheeres wurden die ersten beiden Erkundungsflüge mit den eingeteilten Einsatzabschnitts-Kommandanten und Einsatzleiter durchgeführt. Nach einer neuerlichen Beurteilung der Lage konnte um ca. 11:00 Uhr mit den ersten Personenflügen zu den Einsatzstellen Berg 1 und Berg 2 begonnen werden. Im Anschluss an die Personenflüge wurden Feuerwehrgeräte mit den Hubschraubern zu den einzelnen Stellen aufgeflogen. Innerhalb kürzester Zeit konnte das Feuerweh-Equipment aufgebaut werden und in weiterer Folge mit dem Löschen des Waldbrandes begonnen werden. Mithilfe von Löschbehältern, welche von den Hubscharubern zu den Einsatzstellen geflogen werden, kann die Einsatzmannschaft am Berg einerseits mit Löschwasser versorgt, jedoch andererseits bei den Löschversuchen unterstützt werden. Zur zusätzlichen Absicherung der Einsatzkräfte wurde auch die Bergrettung der Ortsstelle Grünau zur Übung eingeladen, um die Einsatzkräfte am Berg zu sichern. Um ca. 14:30 Uhr wurde das vereinbarte Übungsziel erreicht und sämtliche Gerätschaften und Personen konnten wieder ins Tal geflogen werden. Zwischenzeitlich besuchte Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl die Flughelfer-Weiterbildung und konnte sich von der Schlagkraft der Feuerwehren und des Österreichischen Bundesheeres persönlich überzeugen. Bei der Abschlussbesprechung wurde vom Leiter der Feuerwehrschule OBR Ing. Hubert Schaumberger allen Teilnehmern für die Übungsbereitschaft und den reibungslosen Auf- und Abbau Dank und Anerkennung ausgesprochen. Ein besonderer Dank galt den Grundbesitzern für das zur Verfügung gestellte Übungsgebiet, dem Österreichischen Bundesheer und bei den Hauptorganisatoren der Übung, namentlich bei Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Christian Huemer.
Flugbetrieb:
10 Erkundungsflüge mit
26 Personentransportflüge (Berg 1 + Berg 2)
10 Materialflüge
29 Wassertransportflüge
Eingesetzte Übungskräfte:
An der Übung beteiligten sich Gesamt ca. 100 Personen von Feuerwehr (Landesfeuerwehrschule Oberösterreich unter Leitung von OBR Ing. Hubert Schaumberger, Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Robert Mayer, Vizepräsident des ÖBFV und Kommandant der Feuerwehr Wels Ing. Franz Humer, MSc., Bezirkskommandant von Vöcklabruck OBR Wolfgang Hufnagl, Waldbrand- und Flughelferstützpunkte von Oberösterreich, FF Grünau/Almtal mit Kommandant HBI Michael Thannesberger und FF Scharnstein mit Kommandant BR Christian Huemer), Österreichisches Bundesheer unter Leitung von Mag.(FH) Andreas Buchmayr, Bergrettung der Ortsstelle Grünau mit Ortsstellenleiter Martin Trautwein, Gemeinde Grünau (Bürgermeister Alois Weidinger, Vize-Bürgermeister und Grundbesitzer Johann Ettinger), Übungsbeobachter aus Finnland, Grundstücksbesitzer und Presse.