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Aus den Feuerwehren
Ausbildung
Einsatzübung beim Lindenberghof
Einsatzübung beim Lindenberghof
NÖ/Bad Vöslau: Der Reitstall Lindenberghof liegt 1,2km außerhalb des Ortsgebietes Gainfarn, am Fuße des Lindenberges und ist über einen Feldweg von 2 Seiten erreichbar.
Er besteht aus einem Stallgebäude, in dem bis zu 20 Pferde untergebracht sind, und einer Lager- und Futtermittelhalle, beide in Holzbauweise. Die beiden Gebäude sind durch einen Freistreifen baulich getrennt.
Vor Ort wird ein Löschwasservorrat von 50m³ in einer Zisterne bereit gehalten, weitere Wasserversorgung gibt es keine.
Tagsüber sind der Objektbetreiber und manche Pferdebesitzer anwesend, ab dem Abend sind keine Personen mehr vor Ort. Übungsannahme war ein
Brand im Freibereich neben der Lagerhalle, ausgelöst durch eine landwirtschaftliche Maschine, der auf die Lagerhalle übergreift.
Das Stallgebäude ist nicht unmittelbar betroffen.
Keine Personen im Gefahrenbereich.
Eingesetzte Kräfte:
FF Gainfarn TLF, RLF, KLF 23 Mann
FF Großau TLF 7 Mann
FF Bad Vöslau TLF, RLF 8 Mann
FF Bad Vöslau DLK 1 Mann
FF Sooß RLF 3 Mann
FF Kottingbrunn TLF 3 Mann
Ablauf:
Brandmeldung durch Objektbetreiber an BAZ Baden, Alarmierung lt. Einsatzplan für alle vorgesehenen Feuerwehren gleichzeitig.
Aufbau einer Einsatzleitung und Teilung in die Abschnitte:
- Löschangriff
- Pendelverkehr
Löschangriff durch TLF Gainfarn, TLF Großau und 2 Löschtrupps vom TLF Vöslau, mit insgesamt 4 C-Rohren und 1 HD-Rohr, von 2 Seiten vorgetragen.
Der 1. Trupp nahm die Brandbekämpfung unter ATS vor.
Die Wasserversorgung wurde zu Beginn durch KLF Gainfarn von der Zisterne hergestellt;
als alle angeforderten Fahrzeuge vor Ort waren, wurde auf Pendelverkehr gewechselt und mit einem Verbrauch von 600 – 700 Liter an den Rohren die Versorgung für eine ¾ Std. geschlossen aufrecht erhalten.
Die später eintreffende Drehleiter der FF Vöslau führte zusätzlich eine Brandbekämpfung mit Wenderohr von oben durch, die Wasserversorgung dafür wurde wieder unabhängig vom übrigen Verbrauch über die Zisterne hergestellt.
Da das Stallgebäude nicht vom Brand betroffen war und auf Grund der Westwetterlage keine unmittelbare Bedrohung gegeben war, entschied der Einsatzleiter daß das Gebäude ausreichend geschützt wird und die Pferde im Stall verbleiben.
Die Tierrettung hätte ein deutlich größeres Risiko dargestellt, die Pferde hätten durch den abziehenden Rauch hindurch auf die Koppeln getrieben werden müssen.
Der Pendelverkehr wurde mit 5 TLF / RLF 2000 hergestellt und von einem Hydranten in der Lindenberggasse aus versorgt; jedes TLF brachte 2 Tankfüllungen an den Einsatzort.