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Start Aus den Feuerwehren Ausbildung Frühjahrsübung der FF Rohrbach

Frühjahrsübung der FF Rohrbach

O/Am Samstag, den 14. Mai 2011 führte die Freiwillige Feuerwehr Rohrbach ihre Frühjahrsübung durch. Annahme für diese großangelegte Einsatzübung war ein schwerer Verkehrsunfall auf Grund eines illegalen Wettrennens mehrer Pkw auf  der alten B-127 im Bereich des sogenannten „Mayrhoferholzes“. In diesen inszenierten Großunfall waren drei Pkw’s und ein Reisebus verwickelt. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Feuerwehr und Polizei fanden einen Pkw am Dach liegend, einen Pkw seitlich an einen Baum geprallt und einen umgestürzten Reisbus verkeilt mit einem dritten Pkw welcher noch auf den Rädern stand vor. In den drei Pkw’s waren insgesamt fünf schwerverletzte Personen eingeklemmt. Im Bus befanden sich ca. 10 Personen welche zum Teil schwer verletzt waren.

Nachdem sich die Einsatzleiter Markus Sigl (Rotes Kreuz Rohrbach) und David Höllwirth (Feuerwehr Rohrbach) einen ersten Überblick über die Gesamtlage verschafft hatten, wurden den bereits eingetroffenen Einheiten die dringlichsten Aufgaben zugewiesen und weitere Kräfte in großem Umfang nachalarmiert.
Um in einer derart komplexen Situation einen Einsatz zielgerichtet und koordiniert leiten zu können ist die Bildung von Einsatzabschnitten unumgänglich. Aus diesem Grund wurden die Einsatzabschnitte „Pkw Dachlage“, „Pkw Seitenlage“ und „Bus“ geschaffen und jeweils einem Abschnittsleiter (Führungskräfte der FF Rohrbach bzw. der nachalarmierten Feuerwehren) unterstellt.

Die wesentlichen Aufgaben der Feuerwehrmitglieder waren:
Aufbau des Brandschutzes, Sichern und stabilisieren der Unfallfahrzeuge, Herstellung eines Erstzuganges für das medizinische Personal, Befreiung der eingeklemmten Personen mittels hydraulischer Rettungsgeräte unter Bedachtnahme auf eventuelle Gefahren durch neue Fahrzeugtechnologien, Umgang mit einem verunfallten Großfahrzeug, Unterstützung des Rettungsdienstes bei ihrer Tätigkeit und schlussendlich der Bergung der Unfallfahrzeuge. Zur Führungsunterstützung wurde eine Einsatzleitstelle im Kommandofahrzeug eingerichtet.
Das  Rote Kreuz und das NEF-Team so wie die neue Rohrbacher Gemeindeärztin Dr. Stütz-Valleti übernahmen die Versorgung der Verletzten. Da ein sogenannter „Massenanfall an Verletzten“ eine Triage (Reihung der Verletzten nach Dringlichkeit) erforderlich macht, wurde zur optimalen Versorgung vor Ort die mobile Sanitätseinheit aufgebaut und betrieben.
Knapp 60 Minuten nach der Alarmierung konnte der letzte Verletze befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Im weiteren Verlauf der Übung wurde angenommen, dass eine verletzte Person abgängig sei und daher eine Suchaktion im nahegelegenen Waldstück erforderlich war. Des Weiteren wurde das Einsickern von größeren Mengen Dieseltreibstoff in den vorbeifließenden „Froschbach“ durch Einbringen von Lebensmittelfarbe simuliert.
Die Verletzungen wurden vom „Schminkteam“ des Roten Kreuzes so real dargestellt, dass diese auf den ersten Blick tatsächlich echt wirkten. Neben offenen Unterschenkelfrakturen, Rissquetschwunden am Kopf und Brustkorbverletzungen war auch ein Verletzter mit einer Pfählungsverletzung im Oberkörper zu versorgen.


Zur Simulation dieser Pfählungsverletzung wurde von zwei Rohrbacher Feuerwehrkameraden (Josef Wolfmaier und Kar Niedersüß) eigens eine Konstruktion angefertigt welche mit einer Bebänderung an beiden Körperseiten befestigt werden kann. In diesen Aufnahmekonsolen kann beliebiges Rundmaterial befestigt werden. Bei der Übung wurde festgestellt, dass so eine Pfählungsverletzung durchaus ihre Tücken haben kann.
Herzlichen Dank an die Mitglieder der Pfadfindergruppe Rohrbach-Berg welche sich als Unfallopfer zur Verfügung gestellt haben!
Ein weiteres Ziel dieser Übung war der Umgang bzw. die Zusammenarbeit mit Medien vor Ort. Herr Thomas Fellhofer, Mitarbeiter der Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) nahm gemeinsam mit einem Kamerateam der Internet-TV Abteilung der OÖN an der Übung teil. Einsatzleiter David Höllwirth kam dadurch auch in die Lage ohne längere Vorbereitungszeit ein Fernsehinterview geben zu müssen. Das Video dazu ist auf der Homepage der OÖN zu sehen. Herzlichen Dank an Thomas Fellhofer für seine Bemühungen und seine Fotoreportage in der Ausgabe vom 17.Mai.

Erstmalig wurde auch die Zusammenarbeit mit dem diensthabenden Journalbeamten der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach vor Ort beübt. Danke an die Verantwortlichen der BH Rohrbach und an Herrn Peter Trautner für diese neue positive Erfahrung.

Da durch diese Großübung natürlich auch Erkenntnisse für weiterführende Schulungen und Ausbildungen zur Einsatzvorbereitung gewonnen werden sollten, wurde jeder Einsatzabschnitt für sich, die Arbeit des feuerwehrmedizinischen Dienstes (FMD) und die Gesamteinsatzleitung / Koordination / Kommunikation jeweils von einem Übungsbeobachter überwacht.
Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung im Feuerwehrhaus Rohrbach konnte von allen Beteiligten ein überaus positives Resümee gezogen werden. Aufgetretene Probleme werden in den einzelnen Organisationen im Zuge der laufenden Ausbildung geklärt und verbessert. Es darf angemerkt werden, dass die Beteiligten den Inhalt der Übung vor Beginn nicht kannten und somit eine ähnliche Stresssituation wie bei einem Realeinsatz geschaffen wurde.
Seitens der Feuerwehr Rohrbach ein großes Dankeschön an alle Beteiligten für die Disziplin und die geleistete Arbeit, den externen Beobachtern Walter Weidinger und Martin Grininger und den Grundeigentümern Höfler und Kehrer sowie dem Pächter Hr. Stallinger und an Melanie Höller für ihre Videodokumentation.

An der Übung nahmen teil:
Die Feuerwehren Arnreit, Frindorf, Haslach, Oepping, Perwolfing, Sprinzenstein und Rohrbach mit 91 Feuerwehrmitgliedern und 14 Fahrzeugen.
Das Rote Kreuz aus dem Bezirk Rohrbach mit 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so wie 9 Fahrzeugen und der mobilen Sanitätseinheit
Die Polizeiinspektion Rohrbach mit 4 Beamten und zwei Fahrzeugen
Die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach mit einem Beamten
Die Oberösterreichischen Nachrichten mit 3 Mitarbeitern
Die Pfadfindergruppe Rohrbach-Berg mit 15 Mitgliedern als Verletztendarsteller.

 

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