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Start Aus den Feuerwehren Ausbildung Neues aus St. Pölten-Wagram

Neues aus St. Pölten-Wagram

NÖ/St. Pölten-Wagram: Rotes Kreuz und Feuerwehr übten gemeinsam: Mehr als 30 Mal rückten die Wagramer Feuerwehrfrauen und Männer im vergangenen Jahr zu Einsätzen nach Verkehrsunfällen aus. Dabei ist es keine Seltenheit, dass aufgrund des Verletzungsgrades der Fahrzeuginsassen medizinische Betreuung durch den Rettungsdienst erforderlich ist. Um die Zusammenarbeit der beiden Hilfsorganisationen im Einsatz zu stärken wurde das Rote Kreuz St.Pölten bei der allgemeinen Übung am 24.November eingeladen.
Übungsannahme war ein Szenario wie es leider in Österreich mehrmals täglich vorkommt. Um 19:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte per Funk zum "Einsatz" gerufen: Verkehrsunfall mit zwei PKW auf der Böheimkirchnerstraße Richtung Zwischenbrunn, vermutlich eine eingeklemmte Person.

Als erstes Fahrzeug rückte gemäß Ausrückeordnung seitens der Feuerwehr das Rüstlöschfahrzeug aus, mit kurzer Verzögerung folgten Tank 1 mit der Abschleppachse und das Versorgungsfahrzeug. Ein Rettungstransportwagen (RTW) des Roten Kreuzes traf zeitgleich am Unfallort ein, ein weiterer RTW besetzt mit einer Notärztin wenig später. Um durch die Übung keine Verzögerung bei kritischen Notfällen zu riskieren wurde dieser zweite Rettungstransportwagen als Notarztwagen verwendet.

Die Erkundung des Übungseinsatzleiters der Feuerwehr ergab folgende Lage: Zwei Fahrzeuge kollidierten im Baustellenbereich, eine Person wurde beim Crash durch die Windschutzscheibe auf die Straße geschleudert. Der Unfallgegner war im Fahrzeug eingeklemmt, auf der Rückbank ein leicht verletztes Kind eingeschlossen.
Als Erstmaßnahmen wurden die herausgeschleuderte Person durch einen Feuerwehrmann betreut, die Unfallstelle abgesichert und der Brandschutz aufgebaut, währenddessen begann die Patientenbetreuung durch den Rettungsdienst zu laufen. In weiterer Folge wurde das Kind aus dem Fahrzeug befreit, was schnell gelang.
Um eine schonende Befreiung des Fahrers zu gewährleisten, wurde, wie im Einsatz, in engster Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst vorgegangen. Nach Sicherung des Fahrzeuges gegen Abrutschen in den Straßengraben wurde mittels hydraulischem Rettungsgerät die Fahrertür geöffnet, um der Notärztin einen Zugang zum Patienten zu schaffen, und im weiteren Verlauf des "Einsatzes" das Dach nach hinten geklappt.
Der Patient, welcher über Schmerzen im Beckenbereich klagte, wurde während der gesamten Rettungsarbeiten durch Sanitäter betreut und versorgt. Um in dieser ohnehin unangenehmen Situation weitere Schmerzen durch Kälteeinwirkung einigermaßen zu verhindern, wurde der Patient zugedeckt und mittels Scheinwerfer gewärmt.

Zwischenzeitlich begann der andere PKW, bei dem zuvor bereits Treibstoffaustritt festgestellt wurde, zu brennen. Dank dem vorbeugend aufgebauten Brandschutz durch Feuerlöscher und eine Schnellangriffsleitung konnte schnell reagiert und das Feuer gelöscht werden.

Nach Abtransport der Patienten war der "Einsatz" beendet, zur Übungsbesprechung wurde ins Feuerwehrhaus eingerückt. Aufkommende Fragen über das Vorgehen der Kollegen wurden in einer Diskussionsrunde geklärt. Sowohl die Mitglieder des Rettungsdienstes als auch der Feuerwehr waren von dieser Gemeinschaftsübung sehr erfreut, weitere organisationsübergreifende Übungen werden bereits geplant.
 
Fakten:
Datum: 24.11.2010
Dauer: 2 Stunden
Mannschaft der FF St.Pölten-Wagram: 17
Übungsleiter: BM Peter Strobl, OBM Helmut Wieser
Weitere Kräfte: Rotes Kreuz St.Pölten mit 2 Rettungstransportwägen und 8 Mitgliedern

 

Großes Lob bei Leistungsprüfung Atemschutz in Fügen/Tirol


"Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein Trupp fünf Stationen fehlerfrei absolviert!" Bei der diesjährigen Leistungsprüfung Atemschutz des Bezirksfeuerwehrverbandes Schwaz am Samstag, 20. November 2010, hat das neben der Stadtfeuerwehr Schwaz nur Trupp St.Pölten-Wagram 2 in der Wertungsklasse Silber geschafft. Trupp St. Pölten-Wagram 1 ist nur hauchdünn an dieser perfekten Leistung vorbei geschrammt. Lob für die Leistung der "Freunde aus Niederösterreich" gab es von Bewertern und Offiziellen.
Neben den fünf neuen "Silbernen" konnten drei weitere Wagramer Feuerwehrmitglieder den Bewerb erfolgreich abschließen - in der Stufe 1 (Bronze). Bereits seit 2004 ist die Landeshauptstadtfeuerwehr bei dieser Ausbildungsmöglichkeit in Tirol vertreten, da eine drillmäßige Atemschutzausbildung in Niederösterreich so nicht existiert. Bereits im Vorjahr konnten die ersten beiden Trupps die Stufe 3 erfolgreich absolvieren. Beim Bewerb sind insgesamt 5 Stationen zu bewältigen:
Station 1 - Theoretische Prüfung: Bei dieser Station müssen die Bewerber aus einem Fragenkatalog zum Thema Atemschutz je nach Stufe eine unterschiedliche Anzahl Fragen lernen und richtig beantworten.
Station 2 - Ausrüsten des Atemschutztrupps: Hier erfolgt die Vorbereitung des Trupps für die weiteren Stationen. Die Mannschaft muss sich mit den Atemschutzgeräten ausrüsten und die zusätzlichen Geräte, die für den "Einsatz" erforderlich sind, aufnehmen.
Station 3 - Menschenrettung: Aus einem angenommenen verrauchten Bereich ist eine Person zu retten und über das Stiegenhaus in einen sicheren Bereich zu bringen
Station 4 - Innenangriff: Nach erfolgter Menschenrettung geht es für den Atemschutztrupp sofort weiter zu einem fingierten Löschangriff.
Station 5 - Ablegen der Ausrüstung: Zum Abschluss muss der Trupp noch seine Ausrüstung wieder ablegen und die Einsatzbereitschaft wieder herstellen.
Dem sind gut zwei Monate intensiver Vorbereitung voraus gegangen, um am Bewerbstag bestens gerüstet zu sein. Bewohner des "2-er Hochhauses" in der Jörgerstraße kommentierten die schweißtreibenden Übungen mit: "Ah, ihr foat's wieder noch Tirol. Viel Erfolg!"

Dass die Atemschutzausbildung in Wagram zum Erfolg führt, zeigt ein Blick auf zahlreiche Einsätze. Das ständige Beschäftigen mit der Materie schafft eine Sicherheit, die im Ernstfall einen entscheidenden Vorteil bringt. Sobald in der Alarmmeldung von Brand oder Brandverdacht die Rede ist, rüsten sich drei Helfer mit den im Fahrzeug aufgepackten umluftunabhängigen Atemschutzgeräten aus (oft auch als "schwerer Atemschutz" bezeichnet). So können Brände meist unmittelbar nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte gelöscht werden und so größerer Schaden verhindert werden. Nicht zu vergessen sind aber Schulungen und Übungen, bei denen es um richtige Einsatztaktiken oder -techniken geht. In diese Richtung ging der Atemschutzworkshop vor wenigen Wochen, der vor allem auf junge und erfahrene Atemschutzgeräteträger mit wenig Übung in der letzten Zeit abgestellt war.
 
Stufe: Bronze
Trupp: St.Pölten-Wagram 1
Truppmitglieder: Walter Pichler jun., Dominik Hagelbauer, Viktoria Pöll
 
Stufe: Silber
Trupp: St.Pölten-Wagram 2
Truppmitglieder: Helmut Wieser, Richard Hager, Norbert Lackinger
 
Trupp: St.Pölten-Wagram 3
Truppmitglieder: Helmut Wieser, Paul Wölfel, Bernhard Meisl


 
www.feuerwehr-wagram.at
Andreas Scharnagl

 

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