• Mediadaten
  • Team
  • Kontakt
  • AGBs
  • Impressum
  • Sitemap

Das unabhängige Fachmagazin

Hauptmenü
  • Startseite
  • Abo-Service
  • Aktuelles
  • Einsätze
    • Brandeinsätze
    • Rettungseinsätze
  • Aus den Feuerwehren
    • Fire Teens
    • biete/suche
    • Ausbildung
  • Downloads
  • FO-Academy
  • Feuerwehren im Blick
  • Suche
  • Der neue Blog
Objektiv Medien Service
  • Folder/Festschrift/Video
  • Projekte/Referenzen
Anmeldung



  • Passwort vergessen?
  • Benutzername vergessen?
  • Registrieren
Webshop
Ecomed Fachverlag Kohlhammer Fachbücher Strahlenschutz-Broschüre Gefahrgut-Helfer Edition FO

Zeige alle Produkte


Erweiterte Suche
Warenkorb zeigen
Ihr Warenkorb ist derzeit leer.
Start Aus den Feuerwehren Aus den Feuerwehren Eisunfälle – Eisrettung

Eisunfälle – Eisrettung

ST: Der Fachbereich „Wasserdienst“ des Bezirksfeuerwehrverband Graz Umgebung führte am Samstag, dem 27. Februar 2010 eine Informationsveranstaltung für die Feuerwehrmitglieder des Bezirkes mit dem Thema „Rettung von im Eis eingebrochenen Personen“ durch.  Die Verantwortlichen des Bezirksfeuerwehrverbandes Graz-Umgebung wollen hiermit die Einsatzkräfte auf die so genannte „Frühjahrsschmelze“ vorbereiten und diesbezüglich schulen.

Treffpunkt war für die Teilnehmer aus dem nördlichen Bezirksteil um 10.00 Uhr und für die Teilnehmer des südlichen Teiles um 14.00 Uhr beim Feuerwehrhaus Unterpremstätten, wobei es nach einer theoretischen Unterweisung in Richtung Schwarzl See zum praktischen Teil ging.       

Die Erste Einheit, also der theoretische Teil, umfasste die medizinischen Aspekte zum Thema Unterkühlung. So referierte Bezirkssanitätsbeauftragter BI d.S. Gernot Zierler über diesen Fachbereich und stellte einige wichtige Merkmale gegenüber. Wichtig für die Einsatzkräfte ist das Erkennen des Abwehrstadiums des menschlichen Körpers und die notwendigen Verhaltensregeln.


So erklärte er:

•    die SAVE-ZONE  Sichere Zone  Körpertemperatur über 34°C

•    das Erschöpfungsstadium  Körpertemperatur unter 34°C

•    die DANGER-ZONE  Körpertemperatur unter 32°C

•    das Stadium des SCHEINTODES  Körpertemperatur unter 27°C

Wichtig für die Rettungsmaßnahmen ist, dass die Betroffenen ruhig und schonend behandelt werden und an einen windstillen, trockenen und warmen Ort bis zum Eintreffen von Notarzt und weiterem Rettungseinheiten gebracht werden. Für diesen genannten Ort kann man im Feuerwehrdienst auch ein Feuerwehrfahrzeug (MTF, KLF, LF) heranziehen. Als stützendes Hilfsmittel soll die „Alu-Rettungsdecke“ vom Erste Hilfe Koffer herangezogen werden. So soll man bei unterkühlten Personen die Silber-Seite zum Körper gerichtet auflegen und die Gold-Seite bei allen anderen Hilfeleistungen.


Das Thema der „Allgemeine Informationen zum Wasser und Eis“ wurde vom Einsatztaucher der FF Unterpremstätten OLM Peter Roschitz übernommen. So erklärte er die Anomalie des Wassers und die dadurch entstehenden Gefahren des Wassers und am Eis gegenübergestellt. Zeigt in seinem Vortrag die Tragfähigkeit von Eisplatten bzw. Eisschollen auf und stellt die Dichte des Wassers dem Eis gegenüber. Dies ist Wichtig für die Berechnung von der Tragfähigkeit, wenn sich Einsatzkräfte auf solchen Schollen bewegen. Die Dichte von Eis beträgt 0,9 g/cm³  10 % vom Gesamtgewicht ist die Tragfähigkeit bis die Eisscholle untergeht. Also kann eine Eisscholle von 1m³ Eis ein Gewicht von 90 kg tragen  Eisscholle von 10 cm Eisstärke und 10 m² Groß, kann eine Person von 90 kg tragen! Zu beachten für die Einsatzkräfte ist aber auch, ob es  sich um ein stehendes oder fließendes Gewässer handelt. Bei stehenden ist am Uferrand das Eis dünner und bei fließenden ist der Mittelteil des zugefrorenen Flusses mit einer dünnen Eisdecke geschlossen. Weiter gab er eine Faustregel für die Retter bekannt, so ist die Mithilfe des Betroffenen im Wasser nur Zeitbeschränkt zu erwarten und hier gilt 1 Minute pro Grad Wassertemperatur.

Die Zweite Einheit, der praktische Teil, umfasst eine Vorführung der verschiedenen Rettungstechniken und ein praktisches Üben der verschiedenen Bergungsarten.

Gesamtverantwortlich für diesen Ausbildungs- und Informationstag war Wasserdienstbeauftragter OBI d.F. Erwin Eibl. An der Veranstaltung hat auch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Alois Rieger teilgenommen.

Zweck der Vorbereitung: Die Einsatzkräfte auf eine etwaige Einsatzsituation optimal vorzubereiten.


Ziel: Mannschaft und Gerät auf „Eisunfälle“ abstimmen, um im Anlassfall rasch Retten zu können.



Tipp für eine Selbstrettung:

•    Ruhe bewahren, um Hilfe rufen damit die Feuerwehr unter Notruf 122 verständigt wird.

•    Das Eis ist tragfähig  seitlich auf das Eis aufrollen und auf dem Bauch Richtung Ufer kriechen.

•    Das Eis ist nicht tragfähig  das Eis in Richtung Ufer durchbrechen.



Lage BFV-GU 1 – Im politischen Bezirk Graz-Umgebung sind viele Seen, Teiche und Wehranlagen vorhanden, die in der Winterzeit zugefroren sind.

Lage BFV-GU 2 – Größere Anlagen befinden sich in Kumberg, in Wundschuh, in Unterpremstätten, in Kalsdorf, in Seiersberg, in Gratwein, in Eisbach-Rein, in Röthelstein.

Lage BFV-GU 3 – Viele Gemeinden haben in den letzten Jahren, auch Wehr- bzw.  Naturschwimmanlagen, Biotope, Löschteiche und Tümpel gebaut.

Lage BFV-GU 4 – Diese Seen, Teich- und Schwimmanlagen werden oft zum Eislaufen bzw. für die Ausübung von Sport- und Freizeitangeboten verwendet.



Text und Fotos: ABI d.F. Peter Kirchengast (Öffentlichkeitsarbeit & Einsatzdokumentation BFV-GU)



 

Copyright © 2010 www.feuerwehrobjektiv.at