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Start Aus den Feuerwehren Aus den Feuerwehren 85. Geburtstag

85. Geburtstag

 Nö/St. Pölten Wagram: Einen besonderen Anlass zum Feiern hatte die FF St.Pölten-Wagram vor kurzem und gratulierte ihrem Ehrenfeuerwehrkommandanten Alois Weichhart sen. zum 85. Geburtstag. Zur Feier im Feuerwehrhaus Wagram waren die Kameraden seiner Feuerwehr angeführt von Kommandant HBI Leopold Lenz dessen Stellvertreter OBI Walter Pichler jun. und des Leiters des Verwaltungsdienstes OV Richard Hager, Ehrenmitglied Josef Weidinger und Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Dietmar Fahrafellner sowie die Familie von Alois Weichhart zusammengekommen.
 
Im Namen der Kameraden überreichte Leopold Lenz eine Collage mit den Urkunden der Bewerbserfolge, an denen Alois Weichhart teilhatte sowie eine Geburtstagstorte. Dietmar Fahrafellner überbrachte die Glückwünsche im Namen der Feuerwehren des Bezirks St.Pölten und stellte sich mit einem Geschenkkorb beim Gratulaten ein.
Alois Weichhart wurde am 11. Jänner 1924 geboren und trat nach der Rückkehr aus dem Krieg 1945 der Freiwilligen Feuerwehr St.Pölten-Wagram bei.
Es war eine schwere Zeit: Das Feuerwehrhaus in der Purkersdorferstraße wurde durch Kampfhandlungen im 2. Weltkrieg beschädigt, Ausrüstung war kaum vorhanden. Doch die damaligen Feuerwehrmänner leisteten schier unglaubliches und bauten die Wagramer Feuerwehr fast von „null“ an wieder auf.
1971 wurde Alois Weichhart zum Kommandant-Stellvertreter gewählt. In seine Amtszeit fiel die Gründung einer der ersten Feuerwehrjugendgruppen im Bezirk, aus der über die Jahre hinweg ein Großteil der heutigen Wagramer Führungsriege hervorgegangen ist. Sein Sohn Alois junior und der derzeitige Feuerwehrkommandant Leopold Lenz waren unter den ersten Feuerwehrjugendmännern.
Im Juli 1975 war der begeisterte Wettkämpfer Alois Weichhart mit dabei, als die Bewerbsgruppe „St.Pölten-Wagram 3“ bei den NÖ Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Langenlois den 3. Platz erreichte.
Alois Weichhart wurde 1978 – im schwärzesten Jahr der Wagramer Florianis - zum 5. Kommandanten der Feuerwehr St.Pölten-Wagram gewählt, nachdem der damalige Kommandant Hauptbrandinspektor Rudolf Gschwendtenwein und Oberverwalter Franz Hayden an den Folgen der schweren Gasexplosion in der Eybnerstraße starben. Weitere 9 Wagramer Feuerwehrkameraden wurden damals zum Teil schwer verletzt.
Unter seiner Führung wurde 1980 die „Stille Alarmierung“, also die Verständigung mit Personenrufempfängern statt mit der Sirene, eingeführt.
Weitere Meilensteine in Weichharts Laufbahn waren die Anschaffung des ersten Atemluftkompressors 1982 und, aufgrund der vermehrt aufkommenden Verkehrsunfälle, des ersten hydraulischen Rettungssatzes 1983.
1984 wurde durch die Feuerwehr Wagram unter der Führung von Alois Weichhart ein Meilenstein gesetzt: das Rüstlöschfahrzeug 2000 – heute eine der am weitesten verbreiteten Fahrzeugarten in Niederösterreich - wurde in Dienst gestellt.
1986 trat Alois Weichhart aus der ersten Reihe zurück und legte das Amt als Feuerwehrkommandant nieder, blieb aber weiterhin aktives Feuerwehrmitglied und trat 1987 nochmals bei den NÖ Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Melk an, wo die Gruppe „St.Pölten-Wagram 1“ den Landessieg in Bronze und den 3. Platz in Silber erlangte.
Lois wurde schließlich 1990 nach einem bewegten und von Höhen und Tiefen durchzogenen Feuerwehrleben in den Reservestand überstellt. Natürlich ist er noch heute gern gesehen und immer wieder bei Feierlichkeiten oder für die eine oder andere Kartenrunde im Feuerwehrhaus dabei.
 

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