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Aus den Feuerwehren
Aus den Feuerwehren
Übung in Justizanstalt
Aus den Feuerwehren
Aus den Feuerwehren
Übung in Justizanstalt
Übung in Justizanstalt
Garsten OÖ: Einsätze in Gefängnissen gelten immer als besonders prekär. Auf der einen Seite müssen die Menschenrettung und die Brandbekämpfung so rasch als möglich erfolgen, jedoch sind sämtliche Sicherheitsaspekte und internen Abläufe zu beachten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wird in der Justizanstalt (JA) jährlich eine Einsatzübung durchgeführt. Zusätzlich gibt es laufende Begehungen um die erforderlichen Ortskenntnisse zu erlangen. Im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes stehen die Kameraden der FF Garsten ein ganzes Jahr mit den zuständigen Beamten in Kontakt und bringen sich bei sämtlichen Neu- bzw. Umbauarbeiten ein. Die Brandschutzbeauftragten arbeiten daher konzentriert mit der örtlichen Feuerwehr zusammen.Ausgangslage für die diesjährige Übung welche am 20. November 2009 um 12:45 Uhr stattfand: Brandstiftung in der Abteilung „Offener Vollzug. Die Belegung beträgt im Regelfall 25 Personen. 21 Personen waren zu evakuieren und vier Insassen waren durch die Atemgifte bereits bewusstlos. Alle „Häftlinge“ wurden von Justizwachebeamten dargestellt.
Um die Feuerwehrmänner nicht zu gefährden, muss mit jedem Atemschutztrupp mindestens ein Beamter der Vollzugsanstalt zum Einsatzort vordringen. Dafür gibt es speziell geschulte und ausgebildete Beamte mit Atemschutzlehrgang und gültiger Tauglichkeitsuntersuchung, diese gehören der Brandschutzgruppe an. Straftäter die als besonders gefährlich eingestuft sind, werden „nur“ von Beamten der JA aus dem Gefahrenbereich verbracht.
Der Innenangriff wurde von vier Atemschutztrupps mit zwei HD Rohren durchgeführt. Gleichzeitig wurden die gefährdeten Personen von Beamten der JA aus dem Gefahrenbereich evakuiert. Die vier bewusstlosen Insassen wurden von den Atemschutztrupps mit der Korbtrage, der Schaufeltrage und Bergetüchern aus dem Gefahrenbereich gerettet und den Einsatzkräften des Roten Kreuz Steyr zur Erstversorgung übergeben. Die erforderliche Wasserversorgung für die Tanklöschfahrzeuge erfolgte von einem im Hof befindlichen Hydranten. Zusätzlich wurde am Pumpenstandplatz außerhalb des Anstalt Areals angesaugt und die Wasserversorgung über die Trockenleitungen in den Konventhof sichergestellt.Eine besondere Herausforderung ist die Organisation der geregelte Ein- und Ausfahrt der Einsatzkräfte. Denn die Sicherheit muss in allen Situationen garantiert sein. Es sollen keine ungebetenen Gäste in das Areal der Justizanstalt kommen und auf keinen Fall soll der „Freie Ausgang“ für die Inhaftierten ermöglicht werden!
Dank der hervorragenden Übungsvorbereitung der beiden Brandschutzbeauftragten Klaus Wild und dessen Stellvertreter Hannes Binder klappte die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte binnen kurzer Zeit perfekt. Sämtliche Aufgaben wurden von allen Beteiligten in der geforderten Zeit, ruhig und sicher abgearbeitet. Die bestehenden Alarmpläne sind in Ordnung. Die Alarmierung über die Brandmeldeanlage, welche direkt an die Landeswarnzentrale angebunden ist, funktionierte korrekt.
Eingesetzte Feuerwehren/Fahrzeuge:
FF Garsten: TLF-A 4000/200, LFB-A1, KDO 19 Mann
FF Sand: RLF-A 2000 9 Mann
FF Saaß: KLF-A 9 Mann