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Start Aus den Feuerwehren Aus den Feuerwehren 690 Einsatzkräfte üben im Bezirk Oberpullendorf für den Katastrophenfall

690 Einsatzkräfte üben im Bezirk Oberpullendorf für den Katastrophenfall

 690 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rotem Kreuz, Arbeitersamariterbund, Bundesheer und der Straßenmeisterei übten am Samstagnachmittag im Bezirk Oberpullendorf. Dämme wurden errichtet, Bäche und Teiche von Treibgut befreit und eine Behelfsbrücke wurde im Zentrum von Rattersdorf vom österreichischen Bundesheer errichtet. „Auf die Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Oberpullendorf ist auch in Zukunft Verlass“, lautet das kurze und prägnante Urteil über die Katastrophenhilfsdienstübung des Bezirkes Oberpullendorf von Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Mag. Rudolf Ferscha. Zum Thema „Hochwasser“ hatten insgesamt 619 Feuerwehrleute im gesamten Bezirk geübt. Unterstützt wurden die Florianis dabei tatkräftig vom österreichischen Bundesheer, dem Roten Kreuz, dem Arbeitersamariterbund, der Polizei und der Straßenverwaltung.

Nach tagelangem Starkregen kommt es entlang der großen Flüsse Stoober Bach, Rabnitz und Güns im Bezirk Oberpullendorf zu weitflächigen Überflutungen. In Rattersdorf wird gar eine Brücke weggeschwemmt, in Karl, Lockenhaus und Stoob drohen die überfüllten Rückhaltebecken überzugehen. Dieses Horrorszenario war Ausgangslage für die Übung aller Einsatzorganisationen des Bezirkes Oberpullendorf, zu der nach monatelanger Vorbereitung am Samstagmittag alarmiert wurde. Behördeneinsatzleiter und Bezirkshauptmann HR Mag. Klaus Trummer: „Wir haben heute das Krisenmanagement des Bezirkes auf die Prüfung gestellt.“ Verteidigungsminister Norbert Darabos, der in Rattersdorf das Bundesheer zur Errichtung einer behelfsmäßigen Brücke um Unterstützung gebeten hatte unterstrich: „Es ist heute für uns besonders wichtig, festzustellen, ob die Kommunikation zwischen den einzelnen Einsatzorganisationen funktioniert.“
Und diese klappte bestens. Um 13 Uhr rückten 42 Feuerwehren des Bezirkes Oberpullendorf zur Übung aus. Die einzelnen Ortsfeuerwehren an den Flussläufen trainierten dabei in ihren eigenen Ortschaften Maßnahmen, die im Falle eines Hochwassers getroffen werden können. „Gleichzeitig machten sich die drei Katastrophenhilfsdienstzüge des Bezirkes, quasi unsere eiserne Reserve, zu den großen Retentionsbecken in Karl, Lockenhaus und Stoob auf, um diese zu sichern“, erklärt Feuerwehr-Einsatzleiter und Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Mag. Rudolf Ferscha. Die Feuerwehren befreiten die Flussläufe und Rückhaltebecken von mitgerissenen Bäumen und sicherten die Dämme ab. Weiteres wurden hunderte Sandsäcke gefüllt und Schutzdämme gegen das Wasser gebildet. Das Bundesheer errichtete eine Notbrücke in Rattersdorf. Verteidigungsminister Norbert Darabos: „Die heute errichtete Brücke trägt bis zu 70 Tonnen und ist in nur 1.5 Stunden aufgebaut.“ Ein Hubschrauber des Innenministeriums unterstützte die Einsatzleitung zur Koordination der Einsatzkräfte aus der Luft.
Alle Übungsziele seien erreicht worden, hieß es bei der abschließenden Pressekonferenz in Stoob sowohl von der Behörde als auch den Blaulichtorganisationen. „Wir haben heute höchstes Niveau, was Engagement betrifft gesehen, aber auch höchstes Niveau der Schlagkraft und der Motivation der Übungsteilnehmer“, freute sich Behördeneinsatzleiter HR Mag. Klaus Trummer. Und weiter: „Das Krisenmanagement des Bezirkes funktioniert und hat sich bewährt.“ Landeshauptmann Hans Niessl sprach vor den Übungsteilnehmern von einer beeindruckenden Partnerschaft für Sicherheit, die heute bewiesen worden sei und auch Landesfeuerwehrreferent Franz Steindl gratulierte zum Übungserfolgt und zeigte sich beeindruckt. Die Versorgung der Einsatzkräfte führte sowohl während der Übung als auch bei der abschließenden Schlussbesprechung das Rote Kreuz durch und auch hier wurde mit der mobilen Feldküche des Roten Kreuzes das Arbeiten im Katastrophenfall eindrucksvoll bewiesen.

www.bfkdo-op.at
 

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