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Start Aus den Feuerwehren Aus den Feuerwehren Unterabschnittsübung: Der Pfarrhof brennt!

Unterabschnittsübung: Der Pfarrhof brennt!

 NÖ/Eggenburg/10.7.09: Am Freitag gegen 19.00h hieß es bei der Unterabschnittsübung in Kühnring, „Der alte Pfarrhof brennt!“ Für die örtliche Feuerwehr das Schreckensszenario schlecht hin. Ein fast prähistorisches Gebäude (16. Jht ) mit Holzböden und Fügen bei den Türen im Haus, dass man durchschauen kann. Außerdem kein Platz vor dem Gebäude um Einsatzfahrzeuge aufzustellen und durch die hohe Ortslage, keine geeignete Wasserversorgung. Zudem lief noch das Gerücht, dass Kinder im Haus gesehen wurden.
 
Einsatzleiter Oberbrandinspektor Wolfgang Falk sah beim Erkunden, dass sich tatsächlich Rauch aus den undichten Fenstern presste und alarmierte sofort auf Unterabschnittsalarm und zusätzlich die FF Eggenburg mit Tank- und Atemluftfahrzeug.

Unterabschnittsübung realitätsnahe ist die beste Form um Einsatzkräfte auf diese Art von Ereignissen vorzubereiten und so wurden für die Feuerwehrleute und auch die Übungsbeobachter bereits in der Alarmierung klar, dass Flexibilität oberstes Gebot bei einem solchen Einsatz war. Die Förderung des benötigten Löschwassers über mehrere hundert Meter Länge und zig Meter Höhenunterschied war genauso eine Herausforderung wie die korrekte Logistik der Atemschutztrupps, die ihren Sammelplatz ebenfalls weit entfernt vom Einsatzort, einrichten mussten. Durch die Vernebelung der Räume war die Sicht in dem „Brandobjekt“ tatsächlich fast auf null und somit wurde zur Vermisstensuche auch die neu angeschaffte Wärmebildkamera des Abschnittes angefordert. Beim Auffinden der Vermissten Jugendlichen, die von der Feuerwehrjugend Kühnring dargestellt wurden, leistete dieses hochtechnische Gerät  wirklich beachtliche Dienste.

Bei dieser Übung war es Einsatzleiter Falk wichtig, die Eintreffzeiten und Ressourcen der benachbarten Feuerwehren kennen zu lernen, sowie viele taktische Erkenntnisse für diesen Bereich seines Einsatzgebietes zu sammeln. Abschnittskommandant Brandrat Christian Angerer und Hauptbrandinspektor Josef Schatz bedankten sich bei den 60 Feuerwehrleuten und den 6 Feuerwehrjugendmitgliedern für die Bereitschaft ihre Zeit und ihre Ausrüstung zur Verfügung zu stellen und waren gemeinsam der Ansicht dass die Übung gut war, da Fehler ersichtlich wurden. Eine fehlerlose Übung sei eine gestellte Übung mit null Lehrwert und daher völlige Zeitverschwendung.

Abschließend  lud Bürgermeister Ullreich zu einer kleinen Stärkung ins Gemeindezentrum ein, wo noch über etwaige Strategieverbesserungen gesprochen wurde.
 
Text und Bilder: Pressedienst AFKDO Eggenburg, ASB ÖA Ernest Jamy
 

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