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Start Aus den Feuerwehren Aus den Feuerwehren Bundesehrenzeichen der Republik Österreich verliehen

Bundesehrenzeichen der Republik Österreich verliehen

Am 25. Oktober 2011 überreichte Bundeskanzler Werner Faymann, anlässlich des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit, Vertretern der freiwilligen Feuerwehren aus ganz Österreich das Bundes-Ehrenzeichen in historischer Umgebung im Bundeskanzleramt. Bundeskanzler Werner Faymann dankte im Kongresssaal des Bundeskanzleramts der von ÖBFV-Präsident LBD Komm. Rat Josef Buchta angeführten Feuerwehrdelegation für deren ehrenamtlichen Einsatz und den damit verbunden positiven Auswirkungen auf die österreichische Gesellschaft. Mit dem Bundes-Ehrenzeichen der Republik Österreich wurden  die jeweils an Funktionsjahren längst „dienenden“ Feuerwehr-, Abschnittsfeuerwehr- und Bezirksfeuerwehrkommandanten der Bundesländer geehrt.

„Die Verleihung von Bundes-Ehrenzeichen ist eine Möglichkeit, mich zu bedanken und Ihre vielfältigen Leistungen für die Gesellschaft zu würdigen“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann in seiner Laudatio anlässlich des Festakts für die geehrten Feuerwehrmitglieder  im Bundeskanzleramt. „Dieses Engagement, das Sie freiwillig und auf ehrenamtlicher Basis erbringen, ist für das Leben vieler Menschen wichtig. Die Feuerwehren engagieren sich bei Bränden, bei Hochwässern, Sturmschäden, bei Bergungen nach Verkehrsunfällen oder Lawinenunglücken. Sie sind tatsächlich das größte Sicherheitsnetz des Landes“. Ferner betonte Bundeskanzler Faymann, dass die „freiwilligen Feuerwehren auch einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt leisten“. So genießt zum Beispiel die Arbeit mit der Jugend habe einen hohen Stellenwert. „ Jugendliche  lernen bei der Feuerwehr, was es bedeutet, sich gemeinsam zu engagieren und respektvoll miteinander umzugehen“.
"Umso wichtiger ist es mir, Sie heute vor den Vorhang zu bitten und Ihnen für Ihren vielfältigen persönlichen Einsatz zu danken", sagte Faymann abschließend zu den im Bundeskanzleramt versammelten Feuerwehrleuten.
Josef Buchta, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, dankte namens der Anwesenden für die Wertschätzung und versicherte nachhaltig, dass Österreich auch in Zukunft stolz auf die freiwillige Feuerwehr des Landes sein könne.
 
Im Bundeskanzleramt befindet sich einer der berühmtesten Säle, nämlich der Kongresssaal, indem 1815 der Wiener Kongress stattfand. Heute werden dort die Presse-Statements von Bundeskanzler und Vizekanzler abgehalten sowie spezielle Empfänge gegeben. Das Bundes-Ehrenzeichen ist eine Ressortmedaille des Bundeskanzleramtes. Mit dieser Auszeichnung sollen besondere Verdienste um die Republik Österreich oder besondere Verdienste um das Gemeinwesen gewürdigt werden, die durch ehrenamtliche unentgeltliche Leistungen im Rahmen von Freiwilligen-Organisationen und Freiwilligen-Initiativen auf Gebieten erbracht werden, die gemäß Art. 10 B-VG Bundessache in Gesetzgebung und Vollziehung sind. Pro Person kann das Ehrenzeichen nur EINMAL verliehen werden.
 SYMBOLIK der Auszeichnung: Der "Goldene Mittelpunkt" repräsentiert eine Person, die sich der Allgemeinheit (dargestellt durch die Bundesfarben rot-weiss-rot) ehrenamtlich zur Verfügung stellt. Das gewellte Glasplättchen stellt das "Wellenschlagen" des Eintauchens dieser Person in das Meer der Allgemeinheit dar.
 
 
Für den Landesfeuerwehrverband Steiermark waren drei Feuerwehrmitglieder zur Auszeichnung nominiert.
LFR Helmut Vasold, Kategorie „Bezirksfeuerwehrkommandant“ (Bez. Murau)
ABI Adi Gross, Kategorie „Abschnittsfeuerwehrkommandant“  (Bez. Fürstenfeld) und
LFR Alois Rieger, Kategorie „Feuerwehrkommandant (Bez. Graz-Umgebung).
 
Landesfeuerwehrrat Helmut Vasold, Bezirksfeuerwehrkommandant von Murau, trat am 15.03.1975, im Alter von 15 Jahren, in die damals neu gegründete Feuerwehrjugend der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt ein. Nach den Tätigkeiten als Gruppen- und Zugskommandant wurde Helmut Vasold im Jahre 1991 zum Feuerwehrkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt gewählt. Bereits ein Jahr später – 1992 – wurde er zum Abschnittsbrandinspektor ernannt und weitere drei Jahre später, im Jahre 1995, erfolgte die Wahl zum Bezirksfeuerwehrkommandanten des Bezirksfeuerwehrverbandes Murau. Stellvertretend für LFR Helmut Vasold, der an der Verleihungszeremonie persönlich nicht teilnehmen konnte, nahm LBD Albert Kern die Auszeichnung aus den Händen von Bundeskanzler Werner Faymann entgegen.
 
Abschnittsfeuerwehrkommandant Adolf Gross, trat  am 6.1.1963  der FF Großsteinbach bei. Seit dem 1.10.1981 – also seit über 30 Jahren -  leitet er als Abschnittsfeuerwehrkommandant den Abschnitt  3 -Großsteinbach im Bezirk Fürstenfeld. Dem Feuerwehrabschnitt gehören fünf Feuerwehren an, die während Gross’s Tätigkeit als zuständiger AFK allesamt neue Feuerwehrhäuser bauen und deren Fuhrpark erneuern konnten. Von 1973 an – und das für 27 Jahre – leitete ABI Gross als Feuerwehrkommandant die Geschicke der FF Großsteinbach. Gemeinsam mit Gattin Helga ist er zur Auszeichnung nach Wien gereist.
 
Landesfeuerwehrrat Alois Rieger trat der FF Übelbach-Markt im Jahre 1964 bei. Für die FF wurde damals in den frühen 1960er Jahren ein Schriftführer gesucht, als Gemeindesekretär sollte Rieger die ideale Besetzung sein. So ist LFR Rieger bereits seit seinem Beitritt zur Feuerwehr Ausschussmitglied. Am 20. Mai 1972 erfolgte seine Wahl zum Feuerwehrkommandant. Ein verantwortungsvolles Ehrenamt, dass LFR Rieger nunmehr seit knapp vier Jahrzehnten bis zum heutigen Tag ausübt. Während seiner Amtszeit konnte LFR Rieger den Mannschaftsstand seiner Feuerwehr nahezu verdoppeln, das Feuerwehrhaus der FF Übelbach-Markt umbauen und den Fuhrpark entsprechend einer Tunnelportal-Feuerwehr (Gleinalm und Schartnerkogel) anpassen. Im Jahre 2002 wurde LFR Alois Rieger zum Bezirksfeuerwehrkommandanten von Graz-Umgebung gewählt, am 22.9.2010 erfolgte Rieger’s Ernennung zum Landesfeuerwehrrat, zuständig für das Finanzwesen im LFV. Zum Festakt begleitet wurde LFR Rieger von seiner Gattin Margit.

 

Thomas Maier

 

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