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Gemeinden sorgen für Hochwasserkatastrophen vor
NÖ/St. Pölten (OTS/NLK) - Auf Einladung der Gemeindevertreterverbände von ÖVP und SPÖ im Bezirk Amstetten fand am 11. November in Zeillern eine Informationsveranstaltung über Hochwasser-Sonderalarmpläne statt. Unter dem Motto "Sind Hochwasserkatastrophen planbar?" analysierten die Vertreter der Gemeinden, der Feuerwehren und der Behörden die zahlreichen
Hochwasserereignisse der letzten Jahre und zogen daraus die entsprechenden Schlüsse.
Für Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf kommt einer vorausschauenden Planung für Krisensituationen entscheidende Bedeutung zu: "Um im Hochwasserfall optimal reagieren zu können, ist
es notwendig, schon vorab genaue Planungen für den Ernstfall zu treffen. Mit entsprechenden Katastrophenschutzplänen können die Gemeinden gewährleisten, dass bei Hochwasser alle gemeinsam - von der Gemeinde über die Einsatzorganisationen bis zu den Betroffenen - rasch und richtig handeln und so Schäden verhindert werden können."
In den Katastrophenschutzplänen wird für unterschiedliche Hochwasserszenarien festgelegt, was jeweils zu tun ist. Für Fragen, was mit Sandsäcken geschützt werden kann, welche Objekte evakuiert werden müssen, wo benötigtes Gerät und Fahrzeuge verfügbar sind etc. gibt der Katastrophenschutzplan Antworten, sodass im Notfall rasche Hilfe gewährleistet ist.
In Niederösterreich wird seit Jahren intensiv an der Verbesserung des Hochwasserschutzes gearbeitet. Pro Jahr werden in Niederösterreich rund 60 Millionen Euro in Hochwasserschutzprojekte
investiert. Doch auch zukünftig bleibt ein Restrisiko: Dämme können überströmt werden, und nicht überall sind Schutzanlagen machbar.
Um für solche Situationen bestmöglich vorbereitet zu sein, unterstützt das Land die Erstellung von Hochwasser-Katastrophenschutzplänen, wobei die Kosten zu zwei Dritteln vom Land getragen werden.