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140 Jahre LFV Steiermark


Vor 140 Jahren wurde der Landesfeuerwehrverband Steiermark in Bruck an der Mur gegründet. Zum Gedenken dieses 140- jährigen Jubiläums hat der Landesfeuerwehrverband zu einer Gedenkmesse mit Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari und einer anschließenden Gala in das Kulturhaus von Bruck an der Mur geladen. Als Ehrengäste waren u. a. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Mag. Franz Voves, Seine Exzellenz Hochwürdigster Herrn Diäzesanbischof Dr. Egon Kapellari, der 2. LH-Stellvertreter Siegfried Schrittwieser, Landesrat Johann Seitinger, ÖBFV-Präsident Buchta, Brucks`s Bürgermeister Bernd Rosenberger und die Spitzen österreichischer Feuerwehrfunktionäre sowie zahlreiche Honoratioren aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Einsatzorganisationen zugegen.
Bruck an der Mur war von Freitagabend (10.9.) bis Samstag am späten Nachmittag (11.9.2010) unbestritten zur „Steirischen Feuerwehrhauptstadt“ avanciert. Der Landesfeuerwehrverband Steiermark feierte sein 140-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses geschichtsträchtigen Jubiläums verwandelte sich am 10. September das Kulturhaus der obersteirischen Bezirkshauptstadt zur repräsentativen Plattform der steirischen – aber auch österreichischen - Feuerwehren. Rund 250 geladene Ehrengäste kamen zum Festakt in das Kulturhaus. So waren Abordnungen inländischer Feuerwehrverbände in Form der Landesfeuerwehrkommandanten, höchste Vertreter von Rotem Kreuz, Polizei, Bundesheer und Politik beim würdigen Festakt anwesend. Schon zuvor trafen sich hochrangige Feuerwehrfunktionäre und Mitarbeiter des Landesfeuerwehrverbandes zu einer Hl. Messe zu Ehren des Hl. Florians mit anschließender Kranzniederlegung in der Brucker Stadtpfarrkriche, die mit Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari als Hauptzelebranten gefeiert wurde.
Während der rund eineinhalbstündigen Feier wurde den Ehrengästen ein informatives, kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm geboten. Die Moderation der gesamten Jubiläumsfeier übernahm ORF-Moderatorin Barbara Standfest, die neben Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern und seinem Stellvertreter Gustav Scherz auch ÖBFV-Präsident Josef Buchta, Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Mag. Franz Voves, Mag. Max Aufischer (Landesbeauftragter für Geschichte und Dokumentation) auch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer zu Interviews auf die Bühne lud. Drei von Roland Theny und Andreas Rieger vom Filmteam Austria gestaltete Kurzfilme gaben einen weitreichenden Einblick in die Arbeit der Feuerwehren und dokumentierten auch die historische Entwicklung des Landesfeuerwehrverbandes von der Gründung bis in die Gegenwart.
Der Landessonderbeauftragte für Geschichte und Dokumentation, Mag. Max Aufischer präsentierte das von ihm und seinem Team erstellte Buch „Achtzehnsiebzig-Zwanzigzehn“, welches sich in vier Blöcke strukturiert, mit der Gründung bis hin zu den aktuellen Sachgebieten im Landesfeuerwehrverband auseinandersetzt.
Die Landesfeuerwehrkommandanten Albert Kern und Gustav Scherz gingen in ihren Interview-Stellungnahmen auf den Wandel in den Aufgabenbereichen und Strukturen der heimischen Feuerwehren ein. Der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Josef Buchta, gab einen kurzen Abriss über aktuelle Projekte im ÖBFV und künftige Herausforderungen für die Feuerwehren Österreichs. Bernd Rosenberger, Bürgermeister von Bruck an der Mur, skizzierte in seinen Ausführungen den Bezug der Stadt Bruck zum Landesfeuerwehrverband Steiermark. Feuerwehrreferent und Landeshauptmann Franz Voves dokumentierte in seinem Interview die in den letzten fünf Jahren erfolgten strukturellen Veränderungen und positiven Entwicklungen hinsichtlich der Übergabe der Feuerwehrschule vom Land Steiermark in die Eigenverantwortung des Landesfeuerwehrverbandes, die Selbstverwaltung der Mitteln der Feuerschutzsteuer, der Einrichtung eines Unterstützungsfonds für finanzschwache Feuerwehren sowie der Errichtung der Landesleitzentrale in Lebring. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer gratulierte zum Jubiläum und dankte den heimischen Feuerwehren für ihren Einsatz und ging in seinen Stellungnahmen auf Themen wir zum Beispiel Dienstfreistellung im Einsatzfall, die Gesamtsituation des Ehrenamtes in Österreich und im Speziellen bei den Feuerwehren sowie auf die demographische Entwicklung ein. Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Haydn Orchester Bruck umrahmt.
Am Samstag (11.9.) präsentierten sich die Steirischen Feuerwehren von 09.00-14.00 Uhr am Brucker Hauptplatz mit einer statischen und dynamischen Leistungsschau und boten einen umfassenden Überblick über Ausbildung und Einsatzportfolio im Feuerwehrdienst – von der Jugend über den Aktivstand bis hin zu den Feuerwehrsenioren. Tausende Besucher wohnten im Tagesverlauf den Darbietungen bei. Highlights waren unter einem Schauübungen auf der Mur durch den Wasserdienst sowie Vorführungen des Feuerwehrflugdienstes mit einem Hubschrauber des Bundesministerium für Inneres von der Flugeinsatzstelle des Innenministeriums am Flughafen Graz-Thalerhof. Spektakuläre Einsatzvorführungen mit Menschenrettung aus Zwangslage nach Verkehrsunfall und Brandbekämpfung rundeten das umfangreiche Programm ab.
Am frühen Nachmittag standen Feuerwehrfahrzeuge von Einst im Interesse der Zuschauer, ehe mit dem Einmarsch der Feuerwehrdelegationen der Bezirksfeuerwehrverbände der feierliche Schlussakt – im Beisein vieler Ehrengäste – zur Jubiläumsveranstaltung gesetzt wurde. Hier fand auch die Uraufführung des Steirischen Feuerwehrmarsches mit Partiturübergabe an Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern statt. Komponiert wurde der Marsch von Ludwig Egger, Bezirkskapellmeister vom Musikbezirk Bad Aussee, intoniert von Feuerwehrkapellen aus Eisbach Rein (GU), Lupitsch (LI), Knittelfeld (KF) und Großreifling (LI) . Bezirksfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried, der die Marschblöcke kommandierte, konnte „1.820 Mann zur Schlusskundgebung angetreten“ melden.
Insgesamt 720 Mitarbeiter (Musik, Jugend und Aktive bei Übung bzw. Einsatzvorführung und Verpflegung) sorgten vor und den Kulissen unter der Federführung von Brucks Feuerwehrkommandanten Christian Jeran für einen reibungslosen Ablauf der beiden Großveranstaltungstage in Bruck an der Mur.
Auch die beiden Kuratoren der Sonderausstellung „140 Jahre Landesfeuerwehrverband Steiermark“ im Brucker Rathaushof, Mag. Max Aufischer und Mag. Florian Hell, zeigten sich von der sensationellen Besucherzahl begeistert. Etwas über 2.700 Besucher wurden während der insgesamt neuntägigen Ausstellungsdauer begrüßt, Spitzentag mit 1.000 Besuchern war der gestrige Samstag.
ABI d.V. Thomas MEIER
http://www.lfv.stmk.at <http://www.lfv.stmk.at/>