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Start Aktuelles Einsatzkonzept Gefahrgut

Einsatzkonzept Gefahrgut

Vergangenes Wochenende war die erste Realübung eines neuen Einsatzkonzeptes im Feuerwehrbezirk Wels-Land. Es wurde ein sogenannter „Gefahrgutzug“ bestehend aus 12 Feuerwehren in Form eines Sonderalarmplanes zusammen gestellt. Grundgedanke dieses Konzeptes ist eine schlagkräftige und top ausgebildete Einsatzeinheit zu formieren, die unabhängig vom Einsatzort im ganzen Bezirk operieren werden kann um die örtliche Feuerwehr auf Anforderung zu unterstützt. Dieser Zug gliedert sich grob in 4 Gruppen, welche wiederum durch fixe Fahrzeuge und demnach festgelegte Mannschaft besetzt werden. Vorteil ist hier die spezifische Ausbildung und auch Spezialisierung auf ein wesentliches Kapitel eines Gefahrguteinsatzes und somit wiederum das „Anheben“ des gesamten Wissensstandes und der Schlagkraft dieser Einheit. Folgende Gruppen sind enthalten:
 

·        Recherche (einholen der Stoffdaten, Auswertung der Datenblätter, Aufbereitung für EL)
·        Mannschaft (Vorbereitungen Schutzanzüge, Ankleiden, Schutzanzugträger selbst)
·        Geräte (Arbeiten mit GSF Geräten, Spezialwerkzeuge, Pumpen, etc.)
·        Dekontamination (Aufbau Dekoplatz, Not-Deko, Normaldeko)
·        Einsatzleitung (Unterstützung der örtlichen EL und Bildung eines Stabes, bestehend aus HAW+OAW Atemschutz)

Nach derzeitigen Stand besteht der gesamte Zug aus Mitglieder und Fahrzeugen von 11 Feuerwehren des Bezirkes Wels Land sowie der Feuerwehr der Stadt Wels. In Summe sind dann auch sämtliche Spezialfahrzeuge wie GSF, ASF, WLF, DLK, ÖEF, etc. enthalten, um für nahezu jede Einsatzsituation gerüstet zu sein.
 
Bei der ersten Einsatzübung dieses Wochenende ging es vor allem um eine grobe Systemaufteilung sowie einem abchecken des Ausrüstungsstandes und dem Erheben der notwendigen Einsatzzeiten, sowohl bei der Alarmierung, wie auch beim Aufbau der einzelnen Stationen.
 
Nach einer intensiven Nachbesprechung und Analyse sollen die gewonnenen Erkenntnisse in das Konzept eingearbeitet werden, sodass der Zug letztendlich ab Ende 2010 fertig ist und somit für sämtliche Feuerwehr als Unterstützung anforder- sowie alarmierbar ist.
 
An dieser Stelle auch eine großes Dankeschön an die Betriebsleitung der Kläranlage Kappern (Gemeinde Marchtrenk) für die zur Verfügung Stellung des Übungsobjektes sowie den über 80 Feuerwehrmitgliedern für die Mitarbeit am ersten Zusammentreffen dieses neuen Einsatzkonzeptes.
 
 
 
Fotos:   Daniel Zindl, FF Marchtrenk
Text:      Bezirksfeuerwehrkommando Wels Land
 
I n g.  O l i v e r   D e u t s c h ,  H A W  
 

 

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