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Start Aktuelles Übung Ballonabsturz

Übung Ballonabsturz

N/B/  Eisenstadt/Mannersdorf, am 17.10.2009: Am 17. Oktober 2009 absolvierten die Katastrophenhilfsdiensteinheiten (KHD) der Bezirke Bruck/Leitha und Eisenstadt/Umgebung eine bundesländerübergreifende Großschadensübung. Übungsannahme war der Absturz eines Heißluftballons im Leithagebirge neben einer Kindergartengruppe, welche daraufhin panikartig im Waldgebiet aus einander läuft. Ebenso löst der Absturz einen kleinräumigen Waldbrand aus. Übungsverlauf: Der Absturz wurde von Wanderern beobachtet. Deren Alarmmeldung erreichte um 08:15 Uhr die NÖ Landeswarnzentrale welche daraufhin die Freiwilligen Feuerwehren des Unterabschnitt Mannersdorf/Lgb. alarmiert.
Nach Eintreffen am Unfallort und sondieren der Lage erkennt der örtliche Einsatzleiter, dass sehr wohl die Brandbekämpfung mit regionalen Feuerwehrkräften zu bewältigen ist, jedoch eine effiziente Suche nach den Kindergartenkindern im Leithagebirge nur durch massive Unterstützung der Katastrophenhilfsdiensteinheiten aus den Bezirken Bruck/Leitha und Eisenstadt/Umgebung möglich ist. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt daher die Verständigung der zuständigen Bezirkshauptmannschaften Bruck an der Leitha und Eisenstadt-Umgebung. Von beiden Behörden wurden Führungsstäbe zur Koordination der eingesetzten Einsatzorganisationen im Gemeindeamt Mannersdorf eingerichtet.

Die alarmierten KHD-Einheiten treffen, nach Annahme eines Übungszeitsprungs, rund eine Stunde nach Absturz im Einsatzgebiet ein. Auf burgenländischer Seite umfassten die Einheiten eine Stärke von 80, auf niederösterreichischer Seite von 120 Mann. Das Lageführungszentrum wurde im Feuerwehrhaus Mannersdorf/Lgb eingerichtet. Im Feuerwehrhaus Purbach wurde ein Lageführungszentrum für die burgenländischen Einheiten installiert.

Die Einheiten drangen nun von beiden Landesseiten des Leithagebirges in das Suchgebiet ein. Die Suche selbst wurde von kleinen Einsatzgruppen wahrgenommen, die vorher definierte Sektoren nach den Vermissten absuchten. Die Steuerung der Einheiten war Dank Digitalfunk problemlos möglich. Vor Errichtung dieses Digitalfunknetzes war analoger Funkverkehr nur sehr eingeschränkt im Leithagebirge vorhanden.
   
Die strukturierte Suche zeigte gleich zu Beginn Erfolg. Eine kleine Gruppe an Kindern konnte binnen kürzester Zeit von den Einsatzgruppen aufgespürt werden. Die Versorgung und medizinische Betreuung der Kinder wurde unmittelbar eingeleitet.

Die Suche nach den weiteren vermissten Kindern erforderte jedoch noch gehöriges Engagement von den Einheiten und den Einsatz des Hubschraubers des Innenministeriums mit Wärmebildkamera, welcher durch den behördlichen Führungsstab zur Unterstützung angefordert wurde. Dieses Gerät ermöglicht das Aufspüren von Wärmequellen, also auch menschlicher Körperwärme. Darüber hinaus wurde eine Suchhundestaffel zur Unterstützung eingesetzt.

Es zeigte sich, was bereits bei der Übungsausarbeitung vermutet wurde und auch aus Erfahrungswerten früherer Einsätze im Gelände bekannt war: Die Suche nach Vermissten im Leithagebirge ist ohne Wärmebildkamera und Suchhundestaffel für die Feuerwehreinheiten wie die berühmte Suche nach „der Nadel im Heuhaufen“. Erfreulicherweise funktioniert die Zusammenarbeit zwischen diesen Einheiten aber reibungslos, sodass Mensch, Tier und Technik hierbei einander wechselseitig unterstützen.



Übungserkenntnisse:
•    Der Einsatz von schlagkräftigen KHD-Einheiten bewährt sich bei der Suche nach mehreren Vermissten in großen Suchgebieten bereits von Beginn der Suchmaßnahmen an. Eine zügige Anforderung durch den örtlichen Einsatzleiter ist ein Erfolgsbestandteil einer schnellen und effektiven Vermisstensuche.
•    Aufgrund des hügeligen Geländes sind von Einsatzbeginn an Funkrelaisstationen zu errichten, welche einen Reibungslosen Funkverkehr (auch zwischen den Einheiten der beiden Bundesländer) sicherstellen.
•    Zeitgerechtes Anfordern von Suchhundestaffel und Wärmebildkamera sind für Vermisstensuche im Leithagebirge unerlässlich
•    Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehreinheiten der beiden Bundesländer funktionierte einwandfrei, was nicht zuletzt durch solchen gemeinsamen Übungen weiter gefestigt wird



Eingesetz Kräfte und Sondergerät:
Feuerwehreinheiten aus den Bundesländern Bgld. & NÖ, XX Mann, XX Fahrzeuge
Rettungshundestaffel
Flächenflugzeuge der Diamond Aircraft
Hubschrauber des Innenministeriums (Infrarotkamera)
Polizeikräfte Bgld. & NÖ


 

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