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Start Aktuelles 8. FSE - Brandschutz- Fachtagung in St.Pölten

8. FSE - Brandschutz- Fachtagung in St.Pölten

Trotz der Wirtschaftskrise nimmt der Brandschutz stetig an Bedeutung zu. Einen maßgeblichen Anteil hierbei haben bereits die in vier Bundesländern gesetzlich gültigen Brandschutz – OIB – Richtlinien. Dadurch wird dem Brandschutz gegenüber der bisherigen Praxis eine höhere Bedeutung beigemessen. Dies kommt unter anderem auch daher, dass die gesetzlichen Brandschutzregelungen konkreter und umfassender als bisher formuliert sind. Noch vor wenigen Jahren bestand die Planung zum Brandschutz im Kern nur aus der Umsetzung von Anforderungen zum baulichen Brandschutz nach den jeweiligen Landesbauordnungen und allenfalls nach den zur Verfügung stehenden TRVB´s.
Es reicht heutzutage nicht mehr aus nur diese Anforderungen zu kennen, sondern muss ein umfassendes Brandschutzfachwissen vorhanden sein um ein zielorientiertes Brandschutzkonzept verfassen zu können. Als Hilfestellung hierfür können unter anderem die TRVB A 107/04, der OIB-Leitfaden Abweichungen im Brandschutz und Brandschutzkonzepte, die vfdb-Richtlinie 01-01 oder aber auch der deutsche Brandschutzleitfaden für Gebäude des Bundes verwendet werden. Zahlreiche Planer wie Baumeister, Zivilingenieure, Ingenieurkonsulenten sowie Ingenieurbüros nicht einschlägiger Fachrichtung stehen häufig vor dem Problem, dass der Brandschutz in den letzten Jahren derart umfassend (zum Teil auch durch die neuen europäischen Normen) geworden ist, dass sie den Fachbereich Brandschutz nicht mehr umfassend entsprechend qualitativ planungstechnisch abdecken können.
Planer stehen häufig vor dem Problem geeignete Brandschutzfachplaner zu finden. Es erscheint daher umso erfreulicher, dass im deutschsprachigen Raum vor allem in den letzten fünf Jahren zahlreiche Ausbildungsinstitutionen (z.B. Bergische Universität Wuppertal, EIPOS, FH Kaiserslautern, Donau-Universität Krems, TU Kaiserslautern) entstanden sind, die eine umfassende Brandschutzausbildung für Fachplaner, Sachverständiger sowie Brandschutzmanager anbieten. Aber nicht nur auf der Planerseite sondern auch auf der Behördenseite fehlen noch geeignete Brandschutzfachkräfte. Nur durch eine universitäre Brandschutzausbildung kann der Brandschutz entsprechend weiterentwickelt werden, wie es in anderen Fachbereichen bereits seit Jahren üblich ist und kann damit ein hohes Niveau an Brandschutzfachwissen erreicht werden.
Unsere Veranstaltung kann lediglich dazu dienen, auf Neuentwicklungen im Brandschutz aufmerksam zu machen und zum Fortbilden anregen.

Diese Fachtagung richtet sich an alle Personen, die Verantwortung für den Brandschutz tragen.
Insbesondere an Architekten, Zivilingenieure sowie Planungsingenieure, Sachverständige, Gebäude-betreiber, Sachversicherer, Genehmigungs- und Überwachungsbehörden, Sicherheitsingenieure, Führungskräfte der Feuerwehren, Vertreter der Industrie, Forschungsinstitute sowie Materialprüfanstalten.

Die 8. Brandschutz- Fachtagung in der Fachhochschule St. Pölten findet
am Montag, den 08. Februar und Dienstag, den 09. Februar 2010 statt.

Die Eröffnung dieser Brandschutz-Fachtagung 2009 erfolgt durch den Vizepräsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Branddirektor Ing. Franz Humer, welcher auch den Ehrenschutz der Veranstaltung inne hat.

Als Referenten konnten namhafte Fachexperten aus dem In- und benachbarten Ausland verpflichtet werden.

Montag, den 08. Februar 2010

o.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Dr. h.c. Ulrich Schneider von der Technischen Universität Wien wird
über den Brandschutz bei Betriebsbauten referieren. Dabei wird neben der OIB-Richtlinie 2.1 – Brandschutz bei Betriebsbauten auch auf die deutsche Muster-Industriebaurichtlinie eingegangen.
Ausgiebig behandelt wird das nach der deutschen Muster-Industriebaurichtlinie zulässige Verfahren nach der DIN 18230-1, womit Abweichungen begründet werden können. Der Fachöffentlichkeit wird erstmals der Vorentwurf zur DIN 18230-4 vorgestellt, welche einen bedeutenden Einfluss auf das Verfahren nach der DIN 18230-1 haben wird.

Martin Eichinger, als Vortragender der Rosenbauer International AG. spricht über den CAFS-Druckluftschaum, welcher bei stationären Löschanlagen vermehrt eingesetzt wird. Dabei werden die Vorteile dieser speziellen Löschtechnik gegenüber herkömmlichen Schaumlöschanlagen vorgestellt.
Es werden aber auch realisierte Anwendungsbeispiele umfassend vorgestellt.

Ing. Alexander Riemer, Alukönigstahl GmbH. behandelt in seinem Vortrag die richtige Montage von Tür-, Fassaden- und Fensterelementen. Dabei werden die wesentlichen Merkmale dieser Feuerschutzkonstruktionen vorgestellt. Eingegangen wird detailliert auf verglaste Trennwände, Tür- und Portalkonstruktionen, Fassadenkonstruktion aber auch auf Dachkonstruktionen.

Dipl.-Ing. Dieter Brein, von der Forschungsstelle für Brandschutztechnik der Universität Karlsruhe (TH) widmet seinen Vortrag dem Thema „Anforderungen an Verifizierung und Validierung von Rechenverfahren im Fire Safety Engineering mit Anwendungsbeispielen“. Vermehrt werden bei Brandschutznachweisen Rechenmethoden eingesetzt. Dies ist gut so, nur muss den Anwendern wie auch den Prüfern möglich sein, die Methoden wie auch die Berechnungsergebnisse auf Plausibilität hin nachprüfen zu können. Aber auch Modellunsicherheiten wie auch Anwendungsgrenzen müssen umfassend bekannt sein.
Dr.-Ing. Michael Dehne, Dehne, Kruse Brandschutzingenieure GmbH. & Co.KG. stellt Brandschutzkonzepte für mehrgeschossige Gebäude und Aufstockungen in Holzbauweise vor. Dabei werden zuerst die rechtlichen Grundlagen in Österreich und Deutschland behandelt und werden anschließend häufige Abweichungen hierzu sowie sinnvolle Kompensationsmaßnahmen an Hand von Projektbeispielen den Teilnehmern gezeigt.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wesche, Direktorstellvertreter a.D. des iBMB Braunschweig hält einen Vortrag über Bauen in bestehenden Gebäuden am Beispiel von Krankenhäusern und Hochhäusern. Inhaltlich wird hierbei auf den Bestandsschutz versus einer konkreten Gefährdung und der Verkehrssicherungspflicht, der Bewertung der Tragkonstruktion im Vergleich zum Ausbau, auf die notwendige Priorisierung (Rettungswege – Installationen – Tragwerke) und auch auf die Verhältnismäßigkeit und die Verantwortlichkeit eingegangen.

Dr.-Ing. habil. Ulrich Krause kommt von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) und referiert über die Druckentlastung von Gasexplosionen sowie über die Möglichkeiten und Grenzen der diversen Berechnungsmethoden wie der EN 14994. Inhaltlich wird in dem Vortrag auch auf die Druckentlastung bei Abweichung von atmosphärischen Bedingungen sowie auf Berechnungsmöglichkeiten mit CFD-Modellen eingegangen.

Thomas Keller, Kantonale Feuerpolizei Zürich hält einen Vortrag über den Brandschutz in der chemischen Industrie. Großbrandereignisse in chemischen Betrieben (z.B. Sandoz 1986) haben zu einem Umdenken in der Umwelt- und Sicherheitsthematik geführt. Es werden daher in dem Vortrag die Einstufung sowie Klassifizierungssysteme vorgestellt bzw. wird weiters auch auf die CEA-Richtlinien über Lager mit gefährlichen Stoffen und der Löschwasserrückhaltung eingegangen. Abgerundet wird der Vortrag mit zahlreichen Praxisbeispielen.

Dienstag, den 09. Februar 2010

Ing. Karl Wagner vom Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung GmbH. wird die Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowie die Umsetzung der europäischen Normenserie EN 12101- Teil 1 bis 11 behandeln. Dabei werden auch die Möglichkeiten der Entrauchung über Wandflächen udgl., die Mindestklassifizierungen in Österreich sowie Praxisbeispiele und übliche dabei auftauchende Fehler vorgestellt.

Dipl.-Phys. Jürgen Kotthoff, MFPA Leibzig wird einen Vortrag über das Brandverhalten von Wärmedämmverbundsystemen mit einer Dämmung aus Polystyrol-Hartschaumdämmung halten.
Aufgrund seiner jahrelangen Prüferfahrung bei Naturbrandversuchen werden die zu erreichenden Schutzziele für Gebäudeaußenwände und die daraus resultierenden Brandbeanspruchungen und Brandszenarien sowie die notwendigen Schutzmaßnahmen den Tagungsteilnehmern eindrucksvoll vorgestellt.

Ing. Josef Grübl von der Vereinigung der Brandmeldeanlagenhersteller Österreich spricht über die Grundlagen und Anforderungen an Brandmeldeanlagen. Nach einem kurzen Überblick über die Detektion neuer Meldertechnologien, werden physikalische und technische Herausforderungen wie auch die Applikationsbeispiele bei verschiedenen Einsatzgebieten behandelt. Inhaltlich in dem Vortrag wird auch Modernisierungsmöglichkeiten und die Instandhaltung eingegangen.

Ing. Alfred Enko, MSc. stellt das Brandschutzmanagement in einem Industriebetrieb am Beispiel der AVL List GmbH. vor. Nach einem Überblick über die vorhandenen brandschutztechnischen Einrichtungen, über die Brandschutzorganisation werden die Strukturen des Brandschutzmanagements vorgestellt. Dies wird anschaulich an Hand von Beispielen aus der Praxis vorgestellt.

Dipl.-Ing. Frank Peter von der brandRat ZT GmbH. hält einen Vortrag mit dem Thema „Vom hohen Haus zum Hochhaus – Brandschutzkonzept“. Speziell bei Dachgeschossausbauten bzw. Aufstockungen kann man sehr rasch in den Hochhausbereich kommen. Inhaltlich werden die notwendigen Brandabschnittsbildungen hierbei, die Beurteilung vorhandener Fassaden, die notwendige Ausführung der Stiegenhäuser wie auch die Möglichkeiten der Entrauchung von Atrien behandelt.

Eur.-Ing. Anton Marschall, von der TÜV Austria Services GmbH. referiert über die Aufzüge im Brandfall. Wie verhalten sich Aufzüge im Brandfall? Im Vortrag wird diese Frage umfassend beantwortet, wobei auch die neue Normensituation hierfür maßgebend ist. Aber auch Feuerwehraufzüge und Evakuierungsaufzüge werden Inhalt des Vortrages sein.

Ing. Franz Humer von der Feuerwehr Wels wird über den Teil des globalen Brandschutzes – Feuerwehr sprechen. Neben Daten und Fakten werden auch die Grenzen des Leistungsvermögen der Feuerwehren präsentiert. Dadurch können Trends und Entwicklungen des Feuerwehrsystems und die Auswirkungen auf den vorbeugenden Brandschutz abgeleitet werden.

Dipl.-Ing. Dr. Dieter Hohenwarter von der Staatlichen Versuchsanstalt TGM spricht über den Brandschutz für brennbare Materialien. Nach einer aktuellen Übersicht der Normenwelt werden die meßbaren Wirkungen bei Brandversuchen sowie Flammschutzmittel bei Holz und Kunststoffen vorgestellt.

Die Teilnehmergebühr beträgt pro Veranstaltungstag € 200,-- (zzgl. Ust.).
Bei Buchung beider Tage beträgt die Teilnahmegebühr € 300,-- (zzgl. Ust.).
In der Teilnahmegebühr sind die Kosten für den Tagungsband, Pausengetränke und Pausensnacks
sowie ein Mittagessen enthalten.

Neben den Fachvorträgen wird wieder eine Fachausstellung durchgeführt, die sich zwischenzeitlich zu einer der größten Fachausstellungen im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes entwickelt hat. Es werden ca. 55 Brandschutzfirmen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ihre neuesten Brandschutz-Produkte vorstellen. Zusätzlich werden auch noch ca. 10 öffentliche Institutionen ausstellen
und ihre Aufgabenbereiche allen Interessierten näher bringen.

Die Brandschutz-Fachausstellung 2010 kann an beiden Veranstaltungstagen zwischen 09:00 – 16:00 Uhr kostenlos von allen Interessierten (nicht nur von Tagungsteilnehmern) besucht werden.
Dabei werden auch zahlreiche Brandvorführungen bzw. Brandversuche durchgeführt.

Fachwissen     Sichert  Existenzen

Kontaktanschrift:
FSE Ruhrhofer & Schweitzer GmbH.
Linzer Straße 16/1,
3100 St. Pölten - Österreich,
Tel.: +43 (0) 2742 / 21114      
Fax.: +43 (0) 2742 / 31985
E-Mail.: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.    
Homepage.:www.fse.at

 

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