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Start Aktuelles Busunfall A22

Busunfall A22

 N/Langenzersdorf: Dramatische Szenen spielten sich am Vormittag des 6. August 2009 auf der A22, der Donauuferautobahn bei Langenzersdorf ab. Ein Richtung Wien fahrender LKW und ein Reisebus verunglückten, wobei der Bus über die Betonleitwand auf die Gegenspur katapultiert wurde. Er kam auf der Seite zu liegen und rammte einen weiteren PKW. Ein zweiter PKW wurde offenbar von einem Stein getroffen, wobei der Lenker starb. Im Autobus wurden 21 Personen zum Teil schwer verletzt. Die Rettungskräfte standen im Großeinsatz. Die Totalsperre der A22 verursachte kilometerlange Staus. Die Bergungsarbeiten dauerten den ganzen Nachmittag.
Zu den Bildern
 
Im Einsatz:
FF Langenzersdorf, 30 FM, 7 Fahrzeuge
FF Korneuburg, 31 FM, 9 Fahrzeuge
Kranfahrzeuge der FF Hollabrunn und der FF Mistelbach 
Rotes Kreuz Bezirkstelle Korneuburg mit allen verfügbaren Kräften, Klosterneuburg, Hollabrunn
K-Zug der Wiener Rettung
Wiener Rotes Kreuz
NAH C2 und C9
 
Bericht Notruf 144
 
Niederösterreich – 06.08.2009 (144 – NOTRUF NÖ)
 
Kurz vor 10.00 Uhr erreichten am Donnerstag, den 6.August zahlreiche Notrufe die Rettungsleitstelle 144 Notruf Niederösterreich von einem schweren Verkehrsunfall auf der A22 im Bereich Korneuburg.
 
144 NOTRUF NÖ löste sofort einen Notfall Gross aus und alarmierte zwei ÖAMTC Notarzthubschrauber, 3 bodengebundene Notarztteams sowie 9 Rettungsfahrzeuge vom Roten Kreuz Niederösterreich. Gleichzeitig wurden von der Rettung Wien der Katastrophenzug und weitere Rettungsfahrzeuge zur Unfallstelle entsendet. Aufgrund der modernen und ausgeklügelten Alarmierungstechnik von 144 NOTRUF NÖ wurden alle Einsatzkräfte innerhalb weniger Sekunden alarmiert. Parallel zur Rettungsdienstalarmierung wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Polizei informiert. 
 
Laut Sicherheitsdirektion NÖ kollidierte ein LKW mit einem Omnibus. In weiterer Folge prallte der Omnibus gegen die Mittelbetonleitwand und wurde folglich über diese geschleudert und kam auf der linken Fahrzeugseite liegend, quer über den 1. und 2 Fahrstreifen zum Stillstand. Während der Berührung mit der Mittelbetonleitwand wurden Teile aus dieser herausgerissen, wobei ein Stück gegen die Windschutzscheibe des Pkw eines 53-jährigen fiel, diese durchschlug und dadurch den Lenker am Kopf traf. Durch die schweren Verletzungen die der unbeteiligte Pkw Lenker erlitten hatte, verstarb dieser trotz allen Bemühungen des Notarztteams noch an der Unfallstelle.
 
Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der ÖAMTC Flugrettung, vom Roten Kreuz NÖ, der Wiener Rettung, Feuerwehr sowie Polizei, waren stundenlang im Einsatz um die Unfallstelle abzusichern und die Patienten medizinisch zu versorgen. Die Verletzten wurden in die NÖ Landeskliniken und in die Wiener Krankenhäuser abtransportiert. Die unverletzten Businsassen wurden von einem Rot Kreuz Kriseninterventionsteam betreut. Ein Toter und 24 Verletzte lautet die endgültige Bilanz des schweren Verkehrsunfalles auf der A22.
 
Aufgrund der guten Zusammenarbeit von der Wiener Rettung und 144 NOTRUF NÖ konnten bereits in der Anfangsphase alle Patienten optimal versorgt werden, auch die logistische Bettenaufteilung und der Abtransport funktionierte ausgezeichnet. Aufgrund der Bergungsarbeiten kam es auf der A22 zu einem Mega Stau und stundenlangen Verzögerungen.
__________________________

www.144.at <http://www.144.at>
 

Presseaussendung der Sicherheitsdirektion Niederösterreich

Ein 33jähriger polnischer Kraftfahrer lenkte seinen Kraftwagenzug auf dem 1. Fahrstreifen. Zur selben Zeit lenkte ein 54jähriger Busfahrer seinen Omnibus ebenfalls auf dem 1. Fahrstreifen und wollte diesen überholen. Aus noch ungeklärter Ursache kollidierte der LKW mit dem Omnibus. In weiterer Folge prallte der Omnibus gegen die Mittelbetonleitwand und wurde folglich über diese geschleudert und kam auf der linken Fahrzeugseite liegend auf der Rifa Wien quer über den 1. und 2 Fahrstreifen zum Stillstand. Während der Berührung mit der Mittelbetonleitwand wurden Teile aus dieser herausgebrochen, wobei ein Stück gegen die Windschutzscheibe des PKW eines 53jährigen fiel, diese durchschlug und dadurch den Lenker am Kopf traf. Durch die schweren Verletzungen die der unbeteiligte PKW Lenker erlitten hatte, verstarb dieser noch an der Unfallstelle.
Insgesamt wurden 3 Personen schwer und 19 Personen leicht verletzt. Diese wurden in die umliegenden Krankenhäuser in Wien und Niederösterreich verbracht.
11 Personen blieben unverletzt.

 

Bericht FF Langenzersdorf:

Einsatzbericht Busunfall
Datum: 06.08.2009

Schadenslage:

VU neben Betriebsauffahrt A22 Fahrtrichtung KO, und Fahrtrichtung Wien

Fahrtrichtung KO:

Reisebus mit mehreren verletzten Personen unbestimmten Grades liegt auf der Fahrerseite Richtung Wien am Pannenstreifen und über 1. und 2. Spur.
Eine verletzte Person im Bus eingeklemmt, und wird von NAW Team Berufsrettung Wien betreut. Auf der Fahrerseite am Pannenstreifen steht ein PKW (Audi) welcher mit dem Bus kollidiert ist.
Treibstoff und Kühlflüssigkeit treten aus dem Bus aus.
Verletzte Personen, welche sich selbst aus dem Bus befreien konnten, sitzen auf der Betriebsausfahrt und warten auf ärztliche Versorgung.

Ein PKW (Opel) steht auf erster Spur, Fahrer durch Steinschlag verstorben.
zwei weitere beteiligte PKW stehen auf erster Spur.

Fahrtrichtung Wien:

Ein LKW mit Anhänger liegt im Strassengraben. (kurz vor Betriebsauffahrt) Fahrer wird bereits von RK versorgt.

Beide Richtungsfahrbahnen der A22 waren beim Eintreffen der FF bereits gesperrt.

Eigene Lage:

KRFS-T, RF, Tank1 und Versorgung vor Ort
RK mit 2 Hubschrauber, 4 NAW und mehreren KTV, sowie Polizei vor Ort

Tätigkeit am Einsatzort in chronologischer Reihenfolge:

Erkundung der Lage auf beiden Fahrspuren
Die Erkundung auf Fahrtrichtung Wien hat ergeben, dass dieser Einsatz von den Kräften der FF Korneuburg übernommen wird, welche durch die BAZ angefordert wurde.
Auf Höhe des Reisebusses wird ein dreifacher Brandschutz aufgebaut.
Der hydraulische Rettungssatz wird für die Rettung der eingeklemmten Person in Stellung gebracht. Nach Freigabe durch den Notarzt wird die Person gerettet.
Zeitgleich werden die austretenden Flüssigkeiten gebunden, Kanal verschlossen.
Während des gesamten Rettungseinsatzes werden die RK Kräfte durch die FF LE unterstützt.
Feuerwehrarzt Dr. Staudigl wird an Einsatzstelle gebracht. Getränke und Sitzmöglichkeiten für Verunfallte werden zur Verfügung gestellt.

Die FF KO trifft ein und übernimmt nach Rücksprache mit dem EL den Einsatz in RFB Wien.

Die BH wurde alarmiert, da das Erdreich durch Diesel kontaminiert wurde.
Über die BAZ wurden zwei Kräne für die schwere Bergung angefordert. (Mistelbach und Hollabrunn)
Für den Abtransport des Reisebusses wurde via Polizeioffizier eine Bergefirma beauftragt.

Auf Anforderung der Bestattung hilft die FF LE bei der Leichenbergung. Daher wurden über die BAZ Peers zur Nachbetreuung angefordert. (Zwei Peers treffen nach ca. 1h ein
und betreuen die eingesetzten Kameraden.)

Während des Einsatzes wird laufend Verpflegung durch die FF LE sowie RK KO an die Einsatzstelle gebracht.

Die verletzten Personen werden nach der Triage durch das RK an die umliegenden Spitäler gebracht. Hubschrauber transportieren die Schwerverletzten ab.

Nach Freigabe der Autobahn durch die Polizei beginnt die Bergung (auf beiden Richtungsfahrbahnen) mittels der Kranfahrzeuge.
Die PKW werden, nach Rücksprache mit der Polizei, durch die FF LE mittels RF und Hubbrille zur Fa. Boigner gebracht.
Der LKW und der Bus werden durch die FF Kräne aufgestellt und von den Privatfirmen auf Weisung der Polizei nach Stockerau gebracht, und dort sichergestellt.

Die verbliebenen Wertgegenstände im Bus werden durch die FF LE sichergestellt und an die Polizei übergeben.

Die Richtungsfahrbahn Wie wurde mittels Bioversal von Diesel gereinigt (Bedarf 17 Bioversallöscher.)
Der ausgelaufene Treibstoff unmittelbar beim Bus wir mittels Ekoperl gebunden (Bedarf 25 Säcke)
Die Asfinag trifft auf der Einsatzstelle ein und reinigt die Fahrbahnen mittels Kehrmaschinen, das kontaminierte Material wird mittels Mulde
wegtransportiert.

Die BH KO übernimmt die weiteren umweltschutztechnischen Maßnahmen.

Während des Einsatzes wird eine Pressestelle durch Pareiss G. errichtet um die koordinierte Mitteilungsweitergabe an die Medien zu gewährleisten.

Nachdem die Unfallfahrzeuge abtransportiert wurden, wir der Einsatz an die Asfinag zur weiteren Reinigung der Autobahn übergeben, die Kräfte der FF LE, FF KO sowie RK rücken ab.

Im Feuerwehrhaus LE wird nach dem Versorgen Fahrzeuge eine Nachbesprechung abgehalten, sowie die psychologische Betreuung durch die Peers angeboten.

Text:Gerald Pareiss
Kommandant Stellvertreter
 

 

 
 

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