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Start Aktuelles Katastropheneinsatz in Graz

Katastropheneinsatz in Graz

 ST/19.7/0800 Uhr.:Da sich die Hochwassersituation in der vergangenen Nacht weitgehend normalisiert hat und die Wetterprognose gut ist, kann der für Graz ausgerufene Katastrophenzustand  am 19. Juli 2009 mit 08.00 Uhr wieder aufgehoben werden. Lagebericht Unwettereinsatz in Graz: 235 Alarme wurden bereits abgearbeitet, 50 waren in der Nacht noch vorgemerkt und wurdenvon der Feuerwehr Graz abgearbeitet. Die steirische Landeshauptstadt Graz bleibt bis auf weiteres Katastrophengebiet, davon überzeugte sich auch Feuerwehrstadträtin Mag. (FH) Sonja Grabner, welche gemeinsam mit dem Grazer Vize-Feuerwehrchef Alfred Pölzl die heutigen Einsatzschwerpunkte von
Andritz bis nach St. Peter besuchte und sich selbst ein Bild der dramatischen Situation machte. 60 Mann der Grazer Berufsfeuerwehr und 30 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Graz waren die ganze Nacht auf den Beinen um die noch offenen Einsätze  abzuarbeiten. Besonderer Dank gilt den Kameradinnen und Kameraden des Roten Kreuzes, welche die Kräfte mit der Feldküche aus Kapfenberg am Abend mit einer Gulaschsuppe und Süßigkeiten überrascht haben.
 
 18.7.09: Nach Auslösung des Katastrophenalarms in der steirischen  Landeshauptstadt versammelten sich im der Katastrophenleitstelle sämtliche Entscheidungsträger der Stadt Graz. Oberbrandrat Ing. Heimo Krajnz informierte über die derzeitige Situation. Ing. Alfred Pölzl, Stv. Abteilungsleiter der Berufsfeuerwehr, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Helmut Nestler, Vizebürgermeisterin Lisa Rücker, Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg in Vertretung des Bürgermeisters, Magistratsdirektor Mag. Martin Haidvogl und Wirtschaftsbetriebe-Chef DI Dr. Gerhard Egger machten sich einen Überblick.
Seit Samstag, 10 Uhr gingen über Graz massive Regenfälle nieder, die Erde konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. 176 Alarme wurden seither aufgenommen, rund 100 konnten bereits abgearbeitet werden. In St. Peter ist nicht nur der Petersbach über die Ufer getreten, aufgrund der Regenfälle besteht auf einem Grundstück am Moserwaldweg die Gefahr einer Hangrutschung. Ein Geologe und die Feuerwehr sind vor Ort, um über die notwendigen Maßnahmen -- evtl. eine Evakuierung -- zu entscheiden.
 
Der über die Ufer getretene Schöckelbach brachte -- nach einer Welle im Einzugsgebiet Weinitzen und Niederschöckel -- den Sandsackamm bei den Peneff-Gründen zum Einsturz. Die Peneff-Gründe wurden überschwemmt, derzeit sichert die Feuerwehr gerade eine Tiefgarage und arbeitet an der Wiederherstellung des Dammes. Am Gabriachbach sind die beiden Retentionsbecken bis zum Rand gefüllt und drohen überzugehen. Der Thalersee ist stark angeschwollen; Wasser wurde automatisch in den Mühlgang abgelassen. In der Feuerwache Süd liegt der Schwerpunkt der Arbeiten derzeit auf dem Sandsack-Management.
 
Die Feuerwehr Graz rechnet damit, dass bis in die späten Abendstunden alle überfluteten Keller ausgepumpt sind und Entwarnung gegeben werden kann. Die Einsatzkräften haben die Situation im Griff: 100 Mann der Feuerwehr, 45 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Mitarbeiter des Kanalbauamtes und der Wirtschaftsbetriebe sind seit Stunden im Dauereinsatz.


Fotos: FF-Graz/Kucek-Radaelli
www.ff-graz.at
 
 
Zwischenbericht BF/Kat-Schutz der Stadt Graz:
235 Alarme, davon sind 50 noch offen; die Stadt Graz bleibt bis auf weiteres Katastrophengebiet: Das ist die erste Zwischenbilanz des heutigen Hochwassertages, der der Grazer Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr alles abverlangt hat. Rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr und Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe, des Kanalbauamtes und der Abteilung für Grünraum und Gewässer sind seit den Vormittagstunden im Einsatz, um die Folgen der heftigen Regenfälle in den Griff zu bekommen.
 
Die Stadt Graz bleibt zumindest heute Nacht noch Katastrophengebiet, so Einsatzleiter Oberbrandrat Ing. Heimo Krajnz: „Wir wissen ja nicht, was heute Nacht noch alles passieren kann!“ Deshalb werden die 100 Mann der Berufsfeuerwehr die ganze Nacht im Einsatz sein, um sämtliche noch offene Alarme zu erledigen. Positiv: Weder durch das Hochwasser noch durch die Einsatztätigkeit gab es nach derzeitigem Wissensstand Verletzte.
 
Am Nachmittag musste wegen des Hochwassers auch die Muruferpromenade gesperrt werden.

 
Mag. Wolfgang Hübel
www.sicherheit.graz.at
 

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