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Politik entdeckt (wiedermal) Feuerwehr
Die letzten beiden Tage sind geprägt von sich überschlagenden Aussendungen aller Parteien zum Thema Freiwilige Feuerwehren und HiOrgs. Grundsätzlich positiv, aber offenbar beginnt bereits das politische Sommerloch, denn die Erfolgsmeldungen bzw. Forderungen und Ideen sind schlicht und einfach alt. Peinlich, dass gewisse (einfache) Verbesserunge nicht schon längst umgesetzt sind. Bevor Sie die Aussendungen im O-Ton lesen, gleich ein Kommentar vor ab:"Hunderttausende Freiwillige sind in Österreich unentgeltlich bei Feuerwehr und Rettung tätig. Diese freiwilligen Helfer leisten einen unbezahlbaren Beitrag zur Aufrechterhaltung unseres hohen sozialen Standards", so Weinzinger. Die Sicherheit in Österreich könnte ohne diese Organisationen nicht in diesem Maße gewährleistet werden. Der FPÖ-Finanzsprecher verwies in diesem Zusammenhang auf eine Studie, wonach sich eine Berufsfeuerwehr erst ab einer Stadt mit 100.000 Einwohnern rechne. "Somit stellen die Freiwilligen Feuerwehren eine unersetzliche Stütze in unserem Sozialstaat dar. Praktisch in jeder Gemeinde und in den meisten Ortsteilen gibt es eigene Feuerwehren. Die freiwilligen Helfer sind rasch am Einsatzort und können allein schon dadurch jedes Jahr zahlreiche Menschenleben retten." Die Finanzierung der Hilfsorganisationen erfolgt, so Weinzinger, über Spenden und Förderungen von Ländern und Gemeinden. "Bei der Anschaffung größerer Geräte, die für den Einsatz benötigt werden, gibt es oft Spendenaktionen, an denen sich die Einwohner der jeweiligen Gemeinde bzw. der jeweiligen Region stets gerne beteiligen, um die Organisationen zu unterstützen und für die eigene Sicherheit einen Beitrag zu leisten. Es ist allerdings schwer einzusehen, warum Feuerwehren und Rettungshilfsorganisationen bei der Anschaffung der betreffenden Geräte zusätzlich durch die Mehrwertsteuer belastet werden. Diese Organisationen übernehmen Aufgaben, die sonst die öffentliche Hand zu tragen hätte. Jede angeschaffte Gerätschaft kommt daher auch der öffentlichen Hand zugute. Aus diesem Grund ist es dringend notwendig, dass ein gerechtes Fiskalmodell geschaffen wird, das für den Ankauf von für den Einsatz notwendigen Geräten durch Feuerwehren und Rettungshilfsorganisationen eine Mehrwertsteuerrückvergütung ermöglicht", bekräftigte Weinzinger abschließend.
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Wien (OTS) - "Angesichts der in schwindelnde Höhen steigenden
Staatsschulden muss Sparen das Gebot der Stunde sein, und das vor
allem bei nicht notwendigen Ausgaben", fordert der freiheitliche
Budgetsprecher NAbg. Alois Gradauer, stellvertretender
FPÖ-Landesparteiobmann in Oberösterreich. Politiker müssten mit gutem
Beispiel voran gehen, dann wären auch die Bürger eher bereit,
vorübergehend den Gürtel enger zu schnallen. Gradauer schlägt in
diesem Zusammenhang die Reduzierung der Politikergehälter vor.
"Die Freiwillige Feuerwehr ist als uneigennütziger und ehrenamtlicher
Verein vor allem im Katastrophenfall enorm wichtig. Die Forderung
nach mehr Geld ist verständlich, aber was für die Freiwillige
Feuerwehr gilt, das müsste auch für das Rote Kreuz und andere soziale
Einrichtungen in Österreich gelten. Aber das wird leider nicht
möglich sein", betont Gradauer.
Gradauer fordert ein grundsätzliches Umdenken. "Das prognostizierte
Budgetdefizit für 2010 von 20 Mrd. Euro und das Ansteigen der
Zinszahlungen auf 11,4 Mrd. Euro muss den verantwortlichen Politikern
endlich zu denken geben. Alle müssen das begreifen. Jeder muss bereit
sein, vorübergehend Abstriche in Kauf zu nehmen. Bestehende Ansprüche
und Förderungen müssen zumindest vorübergehend reduziert werden. Das
betrifft alle Förderbeiträge im Förderbericht", mahnt der
freiheitliche Budgetsprecher.
"Auch Geldflüsse ins Ausland müssen doppelt überdacht werden und
gehören vorübergehend reduziert", so Gradauer. Dies gelte für
Ausgaben für Botschaften, die EU-Beiträge, für die Entwicklungshilfe,
aber auch für Aufwendungen für Zuwanderung. "Österreich zuerst, muss
die Devise sein", fordert Gradauer.
"Der Staat muss sich seine Ausgaben auch leisten können. Das betrifft
auch die zusätzlichen Mittel für den Agrarentwicklungsfond, die
Erhöhung der Quote Österreichs beim Internationalen Währungsfond", so
Gradauer. Die FPÖ stehe der Aufstockung dieser Gelder mit gemischten
Gefühlen gegenüber, sagt Gradauer abschließend.