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Schiffsunfall bei Melk
NÖ/Melk:Schiffsunfall - Stand 5.1.2009: Da am Samstag mit dem verfügbaren Baggerschiff nur ein Teil der 800 t schweren Ladung aus der Havarie entnommen werden konnte, wurde ein 80 t Schwimmkran aus Oberösterreich angefordert. Dieses Spezialschiff der Verbund AG ist am 5. Jänner morgens an der Unfallstelle unterhalb der Donaubrücke Melk eingetroffen. Zur Zeit läuft unter der Gesamtkoordination der Schifffahrtsaufsicht die Positionierung der Hilfseinheiten an der Schiffshavarie für die geplante Entladung.
Dabei werden sämtliche Stahlblechrollen und Stahlplatten auf ein Ersatzschiff umgeladen. Seitens der Feuerwehr wurden die Pumparbeiten seit Freitag Abend im Schichtbetrieb aufrecht erhalten, um das Schiff zu stabilisieren. Heute während der Entladung werden die Pumparbeiten an bord fortgeführt. Die Spezialisten des Feuerwehrtauchdienstes werden im Frachtraum eingesetzt sein.
"Da das Verhalten des beschädigten Schiffsrumpfes bei der Entladung nicht vorhergesehen werden kann und die Arbeitsbedingungen an Bord aufgrund der Eisbildung sehr gefährlich sind, steht die Sicherheit der Einsatzkräfte im Vordergrund", meint der Einsatzleiter der Feuerwehr, Karl Denk von der FF Gossam. Daher sind ständig zwei Arbeitsboote der Fueerwehr für eventuelle Rettungseinsätze in der Nähe der Havarie in Warteposition. Sollte trotz höchster Vorsicht der Einsatzkräfte jemand über Bord gehen, ist eine rasche Rettung aus dem kalten Wasser sichergestellt. Erst nach der Entladung wird man beurteilen können, ob das Schiff noch selbst eine Werft anfahren kann.
Text: Stefan Kreuzer, SBÖA FF Melk