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Start Aktuelles Buchta: Feuerwehren brauchen bessere Rahmenbedingungen

Buchta: Feuerwehren brauchen bessere Rahmenbedingungen

WIEN (ÖBFV) - Der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Josef Buchta, freut sich über die Wahl der österreichischen Feuerwehrleute zur vertrauenswürdigsten Berufsgruppe des Landes (gemeinsam mit den Piloten), fordert gleichzeitig aber eine Verbesserung der Rahmenbedingungen.In der neuesten Umfrage "Reader's Digest European Trusted Brands", bei der 1.000 Landsleute befragt wurden, haben 97 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher den Feuerwehrleuten ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen ausgesprochen. "Das ist umso erfreulicher, als der überwiegende Großteil unserer 330.843 Mitglieder den Dienst am Nächsten freiwillig versieht und sich auch noch in der Freizeit fortbildet, um im Ernstfall qualitativ hochwertige Hilfe gewährleisten zu können", so Buchta.
Die größte Einsatzorganisation Österreichs leiste einen wichtigen Beitrag zum hohen Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, stellt der ÖBFV-Präsident fest: "Das große Vertrauen ist aber gleichzeitig ein Auftrag an uns, die hohe Qualität unserer Leistungen auch in Hinkunft sicher zu stellen." Die von Buchta initiierte Vereinheitlichung und Qualitätssicherung der Feuerwehrausbildung ist ein wichtiger Beitrag dazu. Um der österreichischen Bevölkerung auch in Zukunft optimal helfen zu können, fordern die Feuerwehren eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für ihre Arbeit:
 
Vereinbarkeit mit Beruf und  Familie: Der Dienst von Freiwilligen muss künftig mit dem  Beruf besser vereinbar sein. Das "Zauberwort" heißt Dienstfreistellung ohne  Verdienstentgang. Die Florianijünger müssen für Einsätze und Lehrgangsbesuche  von ihren Dienstgebern freigestellt werden, ohne für ihre ehrenamtliche  Tätigkeit auch noch finanzielle Einbußen zu erleiden. Auch die Familie darf  durch die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrmitglieder nicht zu kurz  kommen.
 
 
Gewährleistung der  Gesundheit: Nicht selten riskieren Feuerwehrleute bei ihren  schwierigen Einsätzen ihre Gesundheit oder gar ihr Leben. Im Vorjahr haben  sich 1.214 Helferinnen und Helfer im Feuerwehrdienst verletzt, sechs von ihnen  sogar tödlich. Buchta fordert kostenlose Gesundheitsuntersuchungen für  Feuerwehrmitglieder, ebenso sämtliche erforderlichen  Gratisimpfungen.
 
 
Ausreichende  Finanzierung: Um die  steigenden Aufgaben (von 2003 stieg die Zahl der Einsätze von 240.118 auf  zuletzt 253.051 im Jahr 2007 sprunghaft an) bewältigen zu können, müssen die  Feuerwehren ausreichend finanziert werden. Öffentliche Gelder sind für die  immer teurer werdenden modernen Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände nicht  ausreichend. Neben der Eigenfinanzierung durch Spendensammlungen und  Feuerwehrveranstaltungen soll in Hinkunft die Wirtschaft vermehrt in die  Finanzierung der Feuerwehren eingebunden werden.
ÖBFV-Präsident Josef Buchta abschließend: "Wir fordern die zuständigen Stellen in Politik und Wirtschaft auf, gemeinsam mit uns die Rahmenbedingungen für das österreichische Feuerwehrwesen zu verbessern. Nur so können wir den hohen Sicherheitsstandard in unserem Land auch in Zukunft halten bzw. ausbauen."
 

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