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Start Aktuelles Ein Toter nach Wohnungsbrand

Ein Toter nach Wohnungsbrand

 Die Feuerwehren Fürstenfeld und Altenmarkt wurden am 29. August 2008 von Florian Polizei Fürstenfeld um 4.25 Uhr mittels Rufempfänger und Sirene zu einem Wohnungsbrand in der Stiegengasse alarmiert. Der Einsatzort befand sich nur etwa 100 m vom Feuerwehrhaus Fürstenfeld entfernt. Bereits bei der Anfahrt konnte man den Brandgeruch wahrnehmen. Der diensthabende „Offizier vom Tag“ Ing. Erich Fladerer stellte bei der Erkundung fest, dass eine Wohnung im 3. Obergeschoß im Vollbrand stand. Weiters drang dichter Rauch aus dem Dachboden, welcher einen Brandübergriff auf den Dachstuhl vermuten ließ. Umgehend wurden alle Mieter des Mehrparteienhauses durch die Polizei evakuiert und ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Fürstenfeld begab sich zum Innenangriff in das Gebäude.
In der Wohnung, in welcher der Brand ausbrach, wurde vom ersten Trupp ein Mann im Eingangsbereich aufgefunden. Nach der Rettung der regungslosen Person in das Siegenhaus, konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Da der Brand bereits auf den Dachstuhl des Mehrparteienhauses übergegriffen war, wurde der Löschangriff mittels Drehleiter begonnen und der Hubsteiger der FF Jennersdorf angefordert. Weiters wurden die Tanklöschfahrzeuge mit weiteren Atemschutzgeräteträgern der Feuerwehren Bierbaum, Übersbach und Loipersdorf nachalarmiert. Der Brand konnte an seiner Ausbruchsstelle in der Küche der Wohnung durch einen weiteren Atemschutztrupp rasch unter Kontrolle gebracht werden. Somit konzentrierte sich die Einsatzleitung im weiteren Verlauf auf den Brand im Dachgeschoss.
Um diesen unter Kontrolle zu bringen wurden mittels Drehleiter und Hubsteiger die Dachziegel entfernt. Besonders bewährt hat sich der Einsatz der Löschlanze "Fog-Nail", da mit dieser die Brandherde in den Zwischenräumen gelöscht werden konnten.

Die Brandursache konnte bereits am selben Tag durch Spezialisten der Polizei geklärt werden. Auf der eingeschalteten Herdplatte vergessenes Kochgut hatte sich in Brand gesetzt, das Feuer griff auf den Dunstabzug über und loderte unbemerkt in der Küche des 34-jährigen Mannes. Die Wohnung befindet sich an einer vom Verkehr abgewandten Seite einer Wohnsiedlung an der Stadteinfahrt von Fürstenfeld. Zwei Hunde aus einer Nachbarwohnung schlugen Alarm, worauf der Besitzer Nachschau hielt und die Einsatzkräfte alarmierte.

Der Wohnungsbesitzer dürfte den Brand zu spät wahrgenommen haben, er konnte die verrauchte Wohnung nicht mehr rechtzeitig verlassen. Ein Heimrauchmelder hätte dieses Brandrauchopfer vermutlich verhindern können.

Für die Atemschutzgeräteträger war die große Hitze im Brandraum eine besondere Herausforderung. Insgesamt standen etwa 70 Mann der Feuerwehr mit 18 Fahrzeugen und das Rote Kreuz mit dem Notarzt-Team mit 6 Mann im Einsatz.

Die Bewohner des gesamten Gebäudes wurden während des Einsatzes in einem in der Nähe liegenden Gasthaus untergebracht. Für ca. 20 Mieter wurde eine Notunterkunft im Schülerheim der Landesberufsschule Fürstenfeld eingerichtet, da die Wohnungen nach dem Brand teilweise unbewohnbar wurden.



Carina Rath & Martin Jeindl
FF Fürstenfeld



 

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