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STMK: Beeindruckende Leistungsbilanz
Am Freitag, dem 13. Jänner 2012, präsentierten Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Mag. Franz VOVES sowie Landesfeuerwehrkommandant LBD Albert KERN - im Beisein des Ersten Landeshauptmann-Stellvertreters Hermann SCHÜTZENHÖFER sowie LBDS Gustav SCHERZ und HR Dr. Kurt KALCHER - im Medienzentrum Steiermark (Landespressedienst) den anwesenden Journalisten und Redakteuren die „Einsatzstatistik 2011“ aller steirischen Feuerwehren.„Insgesamt gab es zwar im letzten Jahr weniger Naturkatastrophen in der Steiermark, aber bei der verheerenden Unwetterkatastrophe im Juli im Wölzertal wäre vieles für die betroffenen Steirerinnen und Steirer noch viel schlimmer ausgegangen, hätten nicht rund 1.500 Feuerwehrleute in der ersten Not geholfen", so LH Voves mit einem Dankeschön an alle engagierten Feuerwehrleute. Das Ehrenamt ist unersetzbar für unser Land und daher wollen wir das Ehrenamt in Zukunft stärken und nicht schwächen", betonte LH-Stv. Schützenhöfer. Im Anschluss wurde zum traditionellen Neujahrsempfang in die Aula der Alten Universität Graz geladen.
Die Bilanz.
Rund 50.000 steirische Feuerwehrmitglieder können auf eine beeindruckende Leistungsbilanz zurückblicken. Insgesamt wurden von den steirischen Florianis über 5,4 Millionen Stunden Freizeit (+198.888 gegenüber 2010) bei 259.925 Tätigkeiten (+28.986) in unentgeltliche Arbeit im Interesse und zur Sicherheit der Mitmenschen umgewandelt. Die steirischen Feuerwehrkräfte rückten dabei im Berichtsjahr 2011 zu 11.931 Brandeinsätzen (+1.654 zu 2010) und zu 33.884 Technischen Einsätzen (+2.827 zu 2010) aus. Dabei wurden 469.171 Einsatz-Mannstunden geleistet. Übungen und Sonstige Tätigkeiten (Verwaltung, Wartung, Finanzielles und Veranstaltungen etc.) schlagen sich mit 4.948.305 Stunden (++139.554) und 214.110 Tätigkeiten (+24.505) zu Buche. Die von den Feuerwehrmitgliedern unentgeltlich geleisteten Stunden entsprechen einem Gegenwert von über 135 Millionen Euro. Ferner wurden 1.293 Menschenrettungen und 2.509 Tierrettungen erbracht. Entsprechend den - dem Landesfeuerwehrverband zur Verfügung gestellten Zahlen - haben die steirischen Feuerwehren im vergangenen Berichtsjahr rund 831 Millionen Euro an Volksvermögen retten können. Für den Kommandanten aller steirischen Feuerwehren, Landesbranddirektor Albert KERN, war diese beeindruckende Bilanz Anlass, sich bei allen Angehörigen der steirischen Feuerwehren herzlich für die großartigen Leistungen im abgelaufenen Jahr zu bedanken.
Rettung in letzter Sekunde – Als Lebensretter ausgezeichnet
Anlässlich der Präsentation des Einsatzjahres 2011 in der Aula der Alten Universität in Graz, wurde Oberbrandinspektor Gerald ZECHNER von der Freiw. Feuerwehr Gössendorf (Graz-Umgebung) mit dem Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Silber als Lebensretter geehrt. Das steirische Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber wird als sichtbare Anerkennung für besondere und hervorragende Leistungen auf dem Gebiete des Feuerwehr- und Rettungswesens vergeben, vorwiegend an jene, welche unter eigener Lebensgefahr Menschenleben gerettet haben.
Sachverhalt Ehrung OBI Gerald Zechner
Am 16. Juli 2011 unternahmen vier Studenten gegen 18.30 Uhr eine Raftingtour auf der Mur. Gestartet wurde im Bereich Weinzöttl in Graz. Im Bereich Gössendorf gerieten sie in die Schleusenwelle des dort in Probebetrieb befindlichen Kraftwerks und drohten wegen der starken Strömung zu kentern. Für die jungen Männer im Schlauchboot bestand unmittelbare Lebensgefahr, da es für sie im Kehrwasser des Schleusenbereichs weder ein Vor noch ein Zurück gab. Da eine Rettung mit den eingesetzten Feuerwehrbooten nicht möglich war, entschloss sich die Einsatzleitung, eine Seilbergung durchzuführen.
Zuerst wurden die Bootsinsassen mit Schwimmwesten versorgt und das Schlauchboot mit einem Seil gesichert. Dann ließ sich OBI ZECHNER – ein erfahrener Höhenretter - über eine Höhe von rund 15 Meter zum Boot herab, um die vier Studenten mittels Notrettungsgeschirr einzeln aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Auch das Schlauchboot konnte schlussendlich auf diesem Weg geborgen werden.
Thomas Meier