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Start Aktuelles Rettungsgasse heißt, gemeinsam solidarisch Platz zu machen

Rettungsgasse heißt, gemeinsam solidarisch Platz zu machen

Wien (OTS) - Mit 1. Jänner 2012 wird auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen bzw. Autostraßen die Rettungsgasse eingeführt. Rechtlich bringt das genaue Vorschriften, was bei Staubildung zu tun ist. Für ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer ist der wichtigste Appell an die Lenker in diesem Zusammenhang: "Rettungsgasse heißt, gemeinsam solidarisch Platz zu machen." Für Achrainer sind gegenseitige Rücksichtnahme und Verantwortung im Straßenverkehr gefragt. "Ausanonymen Lenkern im Stau kann eine Gemeinschaft werden, die Einsatzorganisationen unterstützt und Unfallopfern hilft", sieht der ÖAMTC-Chefjurist große Chancen in der neuen Vorschrift.  Österreich folgt mit der gesetzlichen Einführung der Rettungsgasse dem Beispiel anderer europäischer Länder - in Deutschland und und der Schweiz empfohlen bzw. gelebte Praxis. Rechtlich schreibt das Gesetz Folgendes vor: Kommt es auf Autobahnen oder Schnellstraßen bzw. Autostraßen zu stockendem Verkehr oder Stau, sind alleVerkehrsteilnehmer verpflichtet, eine Rettungsgasse zu bilden. Au zweispurigen Fahrbahnen ordnen sich alle Fahrzeuge auf der linken Spur parallel zum Straßenverlauf am linken Fahrbahnrand ein. Alle anderen weichen so weit wie möglich an den rechten Rand aus. Auch der Pannenstreifen darf, wenn nötig, benützt werden. Dasselbe System gilt auf drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen.

Bei Missachtung der Vorschrift sieht das Gesetz einen relativ hohen Strafrahmen vor. Das Nichtbilden der Rettungsgasse wird mit bis zu 726 Euro geahndet, das Behindern von Einsatzfahrzeugen, Fahrzeugen
des Straßendienstes oder der Pannenhilfe mit bis zu 2.180 Euro. Der ÖAMTC appelliert an die Exekutive, in der Einführungsphase mit Augenmaß zu sanktionieren und verstärkt auf Aufklärung zu setzen. www.oeamtc.at

Info: http://www.rettungsgasse.com/

Rotes Kreuz begrüßt Einführung der Rettungsgasse

   Wien (OTS/Rotes Kreuz) - "Das Rote Kreuz forderte viele Jahre die Einführung der Rettungsgasse, nun wird sie in wenigen Wochen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen Realität", zeigt sich Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes erfreut. "Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass die Rettungsgasse bis zu vier Minuten Zeitersparnis bringt. Wir wissen, dass die Überlebenschancen von Schwerstverletzen mit jeder Minute bis zum Eintreffen  bedeutet das: Wenn unsere Notärzte und Sanitäter vier Minuten früher an der Unfallstelle sind, können mehr Menschen überleben und viel menschliches Leid verhindert werden. Das Österreichische Rote Kreuz begrüßt es daher sehr, dass der Gesetzgeber nun mit der Einführung der Rettungsgasse die Voraussetzungen für die noch schnellere und effizientere Versorgung von Unfallopfern schafft. Ich bedanke mich auch bei den Feuerwehren und den Autofahrerclubs. Wir haben gemeinsam die Rettungsgasse gefordert, jetzt wird sie umgesetzt."

Rettungsgassen sind ab 1. Jänner 2012 bei Staubildung Pflicht auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen bzw. Autostraßen.

 

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