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Türkei: Rotkreuz-/Rothalbmondhilfe auf Hochtouren
Ankara/Van (OTS/Rotes Kreuz) - Unmittelbar nach dem schweren Erbeben in der Provinz Van hat der Türkische Rote Halbmond mit seinen Hilfsaktivitäten begonnen. Rettungsmannschaften suchen in den
Trümmern nach Verschütteten und medizinische Teams verarzten die Verletzten. Zeitgleich werden bereits tausende Betroffene mit Hilfsgütern versorgt. 2.600 Zelte, 7.500 Decken, 100 Öfen, Wasser und Nahrungsmittel werden an die Menschen verteilt. "Der Türkische Rote Halbmond ist eine sehr gut aufgestellte Schwesterorganisation. Derzeit gibt es noch kein Ansuchen auf internationale Hilfe", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des
Österreichischen Roten Kreuzes. "Wir sind selbstverständlich in ständigem Kontakt mit unseren türkischen Kollegen, haben unsere Unterstützung angeboten und stehen bei Bedarf sowohl mit Personal, als auch mit Hilfsgütern bereit."
Schwerpunkte: Rettung der Verschütteten, Versorgung der Obdachlosen un Errichtung von Unterkünften.
Genf (Rotes Kreuz) - Der Türkische Rote Halbmond arbeitet seit Stunden mit Hochdruck daran, die nach dem verheerenden Erdbeben unter Trümmern begrabenen Personen aufzufinden und zu befreien. Mindestens 80 Menschen sind tot, es gibt Befürchtungen, dass sich diese Zahl noch deutlich erhöhen kann. Mit 7,2 auf der Richter-Skala ist dieses Beben in der Van-Provinz an der Grenze zum Iran das stärkste Erdbeben in der Türkei seit mehr als einem Jahrzehnt, und damit von der Intensität gleich dem Beben auf Haiti Anfang 2010. Augenzeugen berichten, dass Menschen vor Ort bei Fackelschein unter eisigen Bedingungen weiterhin verzweifelt versuchen, Verschüttete mit ihren bloßen Händen zu befreien.
Die Helfer des Türkischen Roten Halbmonds haben bereits eine unbestätigte Zahl der Überlebenden aus den Trümmern eines Studentenwohnheims in der Stadt Ercis gerettet. Die Verantwortlichen des Türkischen Roten Halbmond in Ercis berichten, dass in der 75.000-Einwohnerstadt mindestens 25 Gebäude mit Wohnungen durch das Erdbeben eingestürzt sind.
Die Rothalbmond-Stellen in Ankara, Erzurum, Mus, Adana, Diyarbakir und Manisa haben bereits Katastrophen-Helfer und Hilfsgüter an die betroffene Region entsandt. Mehr als 2.000 Zelte, 7.500 Decken, 100 Öfen, Brot, Wasser und Lebensmittelpakete sind auf dem Weg zum Ort der Katastrophe - weitere Hilfsmittel stehen in den Lagern bereit. Suppenküchen wurden in Betrieb genommen, um jene zu verpflegen, die ihre Häuser verloren haben oder aus Angst vor Nachbeben nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Die Decken und Zelte sind in der derzeitigen Situation besonders dringend notwendig, da die Temperaturen über Nacht stark fallen. Durch das Erdbeben sind auch Strom und Telekommunikation in der Van-Provinz teilweise zerstört. Im Stadion von Ercis wird ein Zeltlager errichtet.
Spenden für die Hilfe vor Ort:
PSK: 2.345.000, BLZ 60.000
Kennwort: Erdbeben Türkei
Online spenden unter: spende.roteskreuz.at