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Weltpremiere: Truck Rescue Trainer
Lübeck/17.7.: 2011: Mit dem TRT 7000 wird es erstmals möglich sein, realistisch die Menschenrettung aus einem LKW-Fahrerhaus zu üben. Das besondere daran: das Übungsobjekt wird mit allen möglichen Feuerwehrgeräten „bearbeitet“, kann aber nicht zerstört werden und ist dank Wechselmodule in ein paar Minuten bereit für die nächste Rettungsaktion. Dass der Fahrerhaus-Simulator mit einer Gefahrgut-Übungsanlage verbunden ist, versteht sich von selbst. In Österreich können Sie den Trainer im Dezember kennenlernen.Dräger und Weber-Rescue sind die "Eltern" des Projektes.FEUERwehrOBJEKTIV hatte am 15. Juli die Gelegenheit, bei der Vorstellung einer Innovation der besonderen Art in Lübeck bei Dräger dabei zu sein.
Auf einem handelsüblichen Zweiachs-Anhänger wurde deichselseitig die Gefahrgut-Übungsanlage aufgebaut. Dann folgt eine Pritsche mit Bordwänden, etwa für die Darstellung von Mischgutbeförderung oder Ladungssicherheit. Am Ende des Anhängers (optisch wirkt es anders) befindet sich dann das LKW-Übungsfahrerhaus, welches ohne jedes Design alle wesentlichen Merkmale einer Original-Kabine aufweist. Mercedes und MAN haben sich übrigens mit Know How eingebracht. 2018
Damit kann der Trainer praktisch überall eingesetzt werden. Stromanschluss und Wasser sind erforderlich. Die Dreiteilung ermöglicht die Schaffung unterschiedlichster Szenarien. Natürlich kann die Kabine auch verraucht werden oder eine chemische Reaktion mit Rauch oder Geruch dargestellt werden.
Das Sensationelle: jeder Übungsschritt erfolgt mit echten Geräten und echter Verformung, Zerstörung, Entfernung.... Wie das geht? Vereinfacht gesprochen: alle blauen Teile sind fix und dürfen nicht angeschnitten, etc. werden, alle roten Teile sind Tausch-Elemente und können richtig „bearbeitet“ werden. Ebenfalls professionell entfernen können die Übenden auch alle Glasteile.
Geübt kann werden: Absichern, Kabine stabilisieren, Erstzugang, Glasmanagement, Türe entfernen, Schweller quetschen und schneiden, A-Säule schneiden, Kabinenvorbau drücken, Menschenrettung.
Die Tankübungsanlage dient zum Simulieren von Leckagen. Dank eines Schwimmerventils läuft der „Stoff“ so lange bis es die Kräfte geschafft haben, den Kessel zu dichten. Unterschiedliche Risse und Löcher sorgen garantiert für Kurzweil der Schutzanzugträger.
Das System lässt immer einen Übungsabbruch oder eine Pause für Erklärungen zu. Nach der „Zerstörung“ werden die Teile ausgetauscht und in ca. einer halben Stunde kann die nächste Gruppe ans Gerät.
Bei der Vorstellung des TRT 7000 hat die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen, Schleswig-Holstein, das Rettungsteam gestellt. Die Kaltenkirchner haben sich bereits im Rahmen deutschen „Rescue Challenge“ (Veranstalter: Vereinigung zur Förderung des dt. Unfallrettungswesens), einem internationalen Vergleichsbewerb in der Unfallrettung, einen Namen gemacht und sind Top-Profis mit viel Einsatzerfahrung.
