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4161 Feuerwehreinsätze in Vorarlberg
V: Im Schnitt mussten die 145 Feuerwehren des Landes 11x täglich zu einem Einsatz ausrücken. „Das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit soll in diesem Jahr zur Bewusstseinsbildung beitragen. Die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehren sind nicht selbstverständlich und bedürfen der Unterstützung auf allen Ebenen, damit die flächendeckende Versorgung auch in Zukunft sichergestellt werden kann.“ sagt Landesfeuerwehrinspektor Hubert Vetter. „Neben dem Tagesgeschäft der Brand- und technischen Einsätze stehen im Land 7900 freiwillige Feuerwehrleute rund um die Uhr für Einsätze im Katastrophenfall zur Verfügung. Hochwasser, Vermurungen und Sturmschäden sind dabei Ereignisse die die Feuerwehren jährlich vermehrt herausfordern. Dabei sind kurze Anfahrtswege und sehr gute Ortskenntnisse für einen erfolgreichen Einsatz entscheidend“, meint Landesfeuerwehrinspektor Vetter.
Für die Bearbeitung der Einsätze im Jahr 2010 haben die rund 7900 (6.700 Aktive und 1.200 Reservestand) ehrenamtlichen Feuerwehrleute knapp 100.000 Arbeitsstunden geleistet.
Berechnet mit einem Stundenlohn von EURO 30,-- stellt diese Arbeitsleistung einen finanziellen Wert von 3 MIO Euro dar. Nicht berücksichtigt in dieser Leistung sind jene Stunden die für
Ausbildung, Verwaltung- und Wartungsarbeiten aufgewendet wurden.
Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist insgesamt ein leichter Rückgang festzustellen.
Mit einem Minus von 36 Feuerwehreinsätzen bzw. einem Rückgang von 0,8% wird sich die Einsatzstatistik des Jahres 2010 zu Buche schlagen.
Das Zahlenwerk im Detail:
4161 Feuerwehreinsätze
681 tatsächliche Brandeinsätze (173 im Monat Dezember; 151 im Monat Juli und 131 im Monat März waren dabei die 3 einsatzstärksten Monate im Jahr 2010)
435 nachbarliche Hilfeleistungen (Feuerwehren helfen bei Einsätzen in benachbarten Gemeinden)
168 Fehlalarme von Brandmeldeanlagen (609 Brandmeldeanlagen sind bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle aufgeschaltet)
571 Täuschungsalarme (Brandmeldeanlagen reagierten z.B. auf Austritt von Wasserdampf, startende LKW im Bereich von Laderampen etc.)
17 böswillige Alarme
30 Fehlalarme (Feuerwehr wird z.B. zu einem PKW Brand alarmiert, wobei vor Ort der Austritt von Kühlwasser festgestellt wird)
2.259 technische Feuerwehreinsätze (Verkehrsunfälle, Pumparbeiten bei Hochwasser, Vermurungen, Sturmschäden u.ä.) – bei dieser Einsatzgruppe ist eine leichte Zunahme (plus 135 Einsätze) festzustellen
(516 Einsätze im Monat Juli; 448 im Monat August und 276 im Monat Juni waren bei den technischen Einsätzen die 3 einsatzstärksten Monate im Jahr 2010 – zurückzuführen auf die vermehrten Einsätze infolge von Starkregen)
Damit die anfallenden Einsätze erfolgreich aufgearbeitet werden können müssen die Feuerwehrleute der Aus- und Weiterbildung besonderes Augenmerk schenken.
2.712 Feuerwehrleute haben sich im Jahr 2010 an der Landesfeuerwehrschule in Feldkirch weitergebildet. Somit kommt jedes 2. Feuerwehrmitglied jährlich einmal zu einer Weiterbildungsveranstaltung der Landesfeuerwehrschule. Die praktische Ausbildung genießt dabei einen besonderen Stellenwert. Nicht zuletzt wird der gegen Ende des Jahres 2009 in Betrieb genommene Brandsimulator sehr gut angenommen.
www.lfv-vorarlberg.at
Grüscht si, zemma helfa, nit lugg lo – Die Freiwilligen Feuerwehren in Vorarlberg